Am gestrigen Gölgstag entlief das Gör vom Waldschrat.
Wie die Waldschratkripo mitteilte, wurde es noch auf der Brücke am Bach gesehen, als es wieder einmal seine Mittagsstulle in kleine Fetzen riss und damit die Piranhas fütterte. Danach verliert sich seine Spur hinter der gefällten Tanne.

Schratflasche

Es wurde ein Nuckelfläschchen entdeckt, auf dass die Beschreibung der Waldschrätin zutraf. In einer Befragung gab sie, nach näherer Ansicht des Fläschchens an:
Püllecken

„Ja, dat is doch dat Püllecken vom Schrati! Da muss et langgekommen sein.“
Die Waldschratkripo untersuchte das Flascherl genauer und entnahm eine Probe des Inhalts.
FAK(Im Hintergrund der Schratpolizeihund, Gesicht verdeckt-verdeckter Ermittler)

„Bei dem Inhalt handelte es sich eindeutig um FAK*!“, teilte das zuständige Labor mit.
Die Mutter verteidigte sich: „Dä Schrati hat immer so Krämpfe gehabt und gepupt, der brauchte das!“

Erst kürzlich war ihr Mann, der Waldschrat, nicht von der Arbeit nach Hause zurückgekehrt. Und nun ist auch Schrati verschwunden, nicht ohne genau wie der Papa, sein Püllecken zurückzulassen.
Die Frau des Waldschrats und Mutter des Waldschratgörs wird im Moment von ihrer Tante Tusnelda unterstützt, die mitsucht im Wald.
Wie die Kripo mitteilte, laufen die beiden zusammen durch den Wald und schreien laut herum.
„Wo seid ihr, ihr Doofköppe? Macht, dass ihr nach Hause kommt!“
Aber ihre Stimmen verhallen unbeantwortet zwischen den Bäumen.
Wald

Die Waldschratkripo äußerte den Verdacht, dass Waldschrat und Waldschratgör sich abgesetzt haben und nun in der großen Stadt untergetaucht sind.
große Stadt

Zum wiederholten Male wurde der Waldschrat daraufhin von Tante Tusnelda enterbt.
Die Frau des Waldschrats überlegt nun, beim Amtsgericht die Scheidung vom Waldschrat zu beantragen und dann ein neues Leben anzufangen. An Verehren habe sie keinen Mangel, ließ sie in einem Interview verlauten.
Sie habe auch schon viele Geschenke von alleinstehenden und interessierten Kandidaten bekommen. Unter anderem dies hier:

Tja.

„Der Kamelle Kall-Heinz hat sich mächtig ins Zeug gelegt, bis er das für mich gefunden hat!“, sagte sie.
Somit scheint Kamelle Kall-Heinz ein heißer Anwärter auf die Nachfolge des Waldschrats zu sein.
Erst einmal schickte die Ehefrau und Mutter aber noch einen flammenden Appell in den Wald: „Ihr zwei Döösköppe, wenn ihr nicht bis Drödestag zuhause seid, dann braucht ihr gar nicht mehr kommen, dann könnt ihr bleiben, wo der Pfeffer wächst, dann nehm ich den Kall-Heinz und dann werde ich dem sofort alle Klamo…..“.
Und die Moral von der Geschicht? Wer Brauchen ohne Zu gebraucht, braucht Brauchen gar nicht zu gebrauchen. Auch als Waldschratfrau.