Das ist ja merkwürdig. In Korea schauen die sich beim Essen zu. In Korea gibt es wohl recht viele Einpersonenhaushalte und da wird allein gegessen. Um dabei keine allzugroße Einsamkeit autauchen zu lassen, klickt man sich bei einem anderen in die Mahlzeit rein und isst gemeinsam seine irgendwie obskur aussehenden Nudelgerichte.

Das besondere daran ist, damit verdient man Geld. Wenn man sich beim Essen zusehen lässt, dann kann man sich dafür bezahlen lassen. Das steht dann hier genauer beschrieben. Die Dame verdient so ein unglabuliches Geld damit, ich kann nur staunen darüber.
Und den Kopf auf meine Tischplatte legen. Warum fällt mir so etwas nicht ein. Warum kriege ich nicht irgendetwas gebacken, was viel Geld in die Kasse spült?
Und damit meine ich nicht so etwas:
Backen macht nicht reich

Ich habe so oft das Gefühl, an den Abzweigungen in Richtung Erfolg und Geld grundsätzlich den Hang zu haben, in die entgegengesetzte zu laufen. Ich mache das nicht mit Absicht, ich weiß auch wirklich nicht, warum das passiert. Ein kleines Beispiel gefällig?

Ich hatte einen großen, roten Wagen. Der war alt und ein bisschen klapprig. Aber ich liebte ihn sehr, hatte er doch trotz seiner dreihunderfünfzigtausend gefahrenen Kilometer im Grunde immer sehr gute Laune. Mein Autofreund hat sich immer auch hingebungsvoll um den Wagen gekümmert. Nun stand aber der TÜV vor der Tür und die Bremsen am Abgrund, die Stoßdämpfer auch, von einer grünen Plakette war keine Rede und die Überlegung war, ein neueres Auto zu kaufen.
Mit tatkräftiger finanzieller Unterstützung von Seiten der Familie konnte dieses Projekt durchgeführt werden. Die Frage war, wohin nun mit dem Roten? Weil mein Autofreund schon am ersten Tag des Zusammentreffens zwölf Jahre zuvor eine heftige Zuneigung zum Roten entwickelt hatte und immer wieder einmal meinte, wenn ich ihn nicht mehr haben möchte, er täte ihn nehmen, habe ich ihm den Wagen geschenkt.
Er hat sich gefreut, ihn wieder aufgebretzelt und fährt. Und fährt. Und fährt.
Wo ist jetzt das Problem? Nun, kurze Zeit später stand eine Freundin vor dem gleichen Problem und kaufte sich ein neues Auto. Also ein Gebrauchtes. Bei mir ist ein Neues immer ein Gebrauchtes. Und das Alte, das setzte sie ins Internet. Es war viel schäbbiger und kaputter, als meines je gewesen ist. Und es hat ihr jemand abgekauft. Für tausendfünfhundert Euro.

Versteht Ihr?
Ich bin nicht raffig genug. Ich denke zu wenig darüber nach. Ich habe dieses Verdien-Gen nicht. Und das ist ungünstig, wenn man zum Beispiel einen Balkon sanieren müsste. Oder das Dach zu windig wird.

Und dann sehe ich Menschen, die sich dafür bezahlen lassen, dass ihnen jemand beim Essen zuschaut.
Darum hier meine Frage:
Hat jemand eine Idee, was ich beklopptes machen könnte? Und damit reich werde?
Nur ernstgemeinte Antworten erbitte ich mir. Oder, wie das Wolkenköpfchen immer sagt:
Das ist mein toter Ernst!