Man will ja nicht, dass mein Blog zum Problemblog verkommt. Immer dieses Gemecker und Genöle über den Griku, das darf doch nicht wahr sein. Wirklich. Das Leben hat doch bekanntlich soviel mehr zu bieten als hormonell übersteuerte Jungmenschen, deren Denkapparillo sich mit einem leisen Ächzen verabschiedet hat.
Nachher muss ich noch den Blognamen ändern. Nicht mehr Frau Lavendel und ihre Kinder, sondern Bruno, Problemblog, zum Abschuss freigegeben.

Also gilt für heute das Kommando: „Alle man an Deck! Spalier gestanden! Und jetzt FREUEN!“
Worüber?
Wie wäre es hiermit?
Köstlich!Der Herr Eisdiele war ganz überwältigt, dass er dem Wolkenköpfchen und mir je ein Becherchen mit vier Kugeln Zuckerwatteeis kredenzen durfte. Erst hat er nur eines gemacht und zwei Löffel hineingesteckt.
Da haben wir ihn angestrahlt und die doppelte Menge gefordert. Und ihn gelobt, für das beste Eis aller Zeiten. Wir dürften ihm auf Grund unseres intensiven Strahlens und dem Verbreiten von ausgelassenem Frohsinn in Erinnerung bleiben.
Das anschließende genussvolle Wegspachteln war definitiv ein Wochenhighlight Monatshighlight.

Und auf dem Rückweg nach Hause sahen wir auch noch gute Freunde wieder.
Ja, hallo!Könnt Ihr sie sehen? Da ganz oben?
Moment, noch ein Versuch:
Da seid Ihr wieder!!Ja? Jetzt? Es ist nicht so einfach, aus der Windschutzscheibe mit einem Smartphone herauszufotografieren, während man mit fünfundachtzig Stundenkilometern über eine Siebziger-Landstraße fährt. Zumal, wenn man lauthals vom Nebensitz und der Rückbank angebrüllt wird, dass es verboten ist, während der Fahrt das Handy auch nur zu berühren. Sich da noch zu konzentrieren, das ist fast unmöglich.
Aber man sieht sie, oder? Die Kraniche. Die ersten Kraniche kommen wieder. Und das jetzt schon. Letztes jahr um die Zeit habe ich mir in schöner Regelmäßigkeit den Arsch abgefroren. Und dieses Jahr? Hatten wir schon vierzehn Grad. Plus!
Doch, fazitativ macht sich das gut auf der Habenseite des Jahres.

Und beim Einkauf beobachtete ich dann noch das Wolkenköpfchen, das mit einem Stift in der Hand durch die Regale strich und sich eigentlich als Hausaufgabe englische Wörter von Produkten notierte (Crunchy Nuts, Apple Honey, One Touch und viele mehr).
Als ich dann mal genauer hinschaute, sah ich,
Ehrlich?dass sie auf einigen Kartons frohe Botschaften hinterließ.

Meine Tochter. Ich bin stolz auf sie.
(Lasst uns niemals nie und nimmer nicht über Orthografie sprechen, bitte.)

Der heutige Post ist somit eine ganz bewusste Problemausblendung. Das hält ja sonst keiner aus. Und ich auch nicht. Also, freuen, lachen, Späßchen machen. Jammern kann ich morgen wieder. Jetzt suche ich mir noch ein paar Witzseiten und dann gehe ich in den Wald.
Das Wachstum weiterer grauer Haare und das verzweifelte Befinden werden morgen erst wieder zugelassen.

(Und wer sich jetzt an lautes Pfeifen in dunkler Nacht oder finsteren Kellern erinnert fühlt, dem sei gesagt,

ach, Quatsch!)