Um ein Haar wäre ich aus Mannheim nicht mehr herausgekommen, heute.
In Mannheim nämlich gibt es die schlimmste Tiefgarage aller Zeiten. Ein Auto wie das meine kann nur mit Hilfe von Vaseline und einem Schuhlöffel dort eingeführt werden.
Schon als ich auf den Kartenauswurfapparat zufuhr, wusste ich, das hier wird eine haarige Angelegenheit. Sämtliche Einparkhilfen fingen an zu piepen, als wären sie spontan eskaliert.
Leider gab es keine Möglichkeit, die Einfahrt doch noch zu lassen, denn das vordere Drittel des Wagens steckte sozusagen schon drin in der Garage.

In einer langezogenen Kurve ging es dann tief hinunter und die Parktaschen waren so eng, dass ich mit dem Behindertenparkplatz liebäugelte. Aber auf einem Behindertenparkplatz zu parken ist die gleiche Kategorie wie Kaugummis in den Wald spucken. Geht gar nicht.
Ich schob mich so lange durch diese geburtskanalähnlichen Gänge bis ich eine frontal zu nutzende Lücke fand.
Dann quälte mich fünf und eine halbe Stunde der Gedanke, dort auch wieder herausfahren zu müssen.
Ich überlegte, ob ich möglicherweise längerfristig in Mannheim würde bleiben müssen, weil ich nicht mehr rauskäme aus diesem unterirdischen Parkloch.

Nun, es gelang mir mit viel angehaltener Luft und extremem Schneckentempo und nur einer kleinen Farbspur an einer Kante, wieder zurück in den Straßenverkehr zu gelangen.

Mannheim, Du solltst mal bezüglich Deiner Parkmöglichkeiten in Dich gehen.
Du bist mir da echt zu stressig.

Aber es ist gut möglich, dass wir uns im Herbst häufiger sehen.
Schaun wir mal.