Das Wetter war schön, die Sonne schien uns auf die Köpfe und wir wanderten den D6 um eine große Talsperre.
Wir wanderten nicht ganz herum, dann wären wir nämlich jetzt noch unterwegs, aber ein paar Kilometer kamen doch zusammen.

Kotzberg Keffermich

Von Kotzberg nach Keffermich, und schon wähnt man sich mittendrin im rheinischbergischen Leben.
Wobei ich Keffermich fast so schön wie Liebernich und Hengasch finde.
So wanderten wir frohgemut umher und wollten so gern an die Talsperre. Ans Wasser. Das gestaltete sich jedoch ausgesprochen kompliziert, denn das darf man nicht. Die Talsperre ist menschenfreie Zone und darum gibt es nur den hin und wieder auftauchenden Blick auf die gestauten Flüssigkeiten.

Wassersuche

Da, zwischen den Bäumen, den Hügel hinunter, schwabbt das Wasser vor sich hin.
Ein kleines bisschen mehr an Wasser konnten wir zwei Kilometer weiter sehen, dort habe ich vor Schreck vergessen, ein Foto zu machen.
Sehr ärgerlich, aber leider nicht mehr zu ändern.
Überall hängen Schilder, dass man nicht näher heran darf an das Nass, weil es Trinkwasser ist und dieses vor den Wandersleuten geschützt werden muss. Und vor schlabbernden Hunden.
Drumherum war es aber auch sehr schön.
Es gab einen Baum, den sah man schon aus der Ferne.

In der Ferne ein Baum.

Mittig des Bildes sieht man einen weißen Baumflausch. Und weil er so flauschig aussah, sind wir näher herangegangen.

Kirsche

Ein Kirschbaum, aus der Nähe gar nicht mehr so flauschig, aber riesengroß und wunderschön, zeigte uns seine weißen Blüten im Kontrast zum blitzeblauen Himmel.

Schöne Aussichten

Es standen Kühe herum, Schafe auch, am Himmel tummelten sich eine Menge Greifvögel, die das Wolkenköpfchen zu Überlegungen bezüglich ihrer eigenen Größe, ihres Gewichts und der Kraft eines Lämmergeiers anregte.

Sie malte sich auch aus, wie eine Kuh vom Bussard geschnappt und ins Nest gebracht wird. Skurrile Gedanken hat das Kind.
Unterwegs begegneten uns Sitzgelegenheiten, die aber nicht häufig genutzt werden dürften, so wie die aussahen.

Hocken? Sitzen?

Darum haben wir einen Teil des Picknicks auf einer Leitplanke zu uns genommen. Wobei uns fünfzig Meter weiter eine sehr schöne Sitzgelegenheit begegnete, die wir aber wegen eines Gartenzauns nicht erreichen konnten.

Massiv

Ich bin der festen Überzeugung, an der Herstellung dieser Sitzgelegenheit war ein Bewohner eines kleinen wehrhaften Dorfs in Gallien beteiligt.

Und nun möchte ich um Mithilfe bitten, weil ich nicht dumm sterben möchte. Ich könnte natürlich anfangen, im Internet herumzustöbern und würde des Rätsels Lösung sicher auch finden, aber ich bin dafür heute zu faul und darum frage ich Euch:
Was sind das für komische Basketbälle an den Stromleitungen?
Als ich klein war, wurde mir immer erzählt, die wären wegen Hubschraubern an den Kabeln. Damit die Hubschrauber die Kabel wahrnehmen und nicht reinfliegen. Aber das kann ich kaum glauben, denn es gibt weit und breit nichts, weswegen ein Hubschrauber da entlang fliegen sollte, außerdem hängen sie extrem tief und die Kabel einen Mast weiter hatten keine Bälle.
Wozu hängen die denn nun da? Wer weiß es?

Basketbälle?

Nochmal in näher und noch schlechter fotografiert:

Bälle

Dann haben wir uns noch fast verlaufen, weil der Gutfrisierte den Orientierungssinn einer Seifenblase hat, immer dem Wind nach.
Wenn ein Mann sagt, er sei sicher, einen kürzeren Weg zu kennen, darf man mit gutem Gewissen sofort in hysterisches Lachen ausbrechen und in die entgegengesetzte Richtung davon stürmen.
Weil ich das weiß, habe ich mich geweigert, den vorgeschlagenen Weg zu nehmen und das Wolkenköpfchen war da ganz bei mir. Es vertraut mir.
Und das zurecht, wie das zehn Minuten später erreichte Auto bewies. Ich wusste es doch. Hätten wir dem Gutfrisierten vertraut, wären seine Weg gefolgt, hättet Ihr frühestens am Ostermontag wieder von mir gelesen.
Wir waren übrigens nahezu die einzigen Leute, die dort herumwanderten. Es war schön, zweieinhalb Stunden herumzulaufen und genau zwei anderen Leuten begegnet zu sein. Und keinem anderen Hund. Und keinem Hundebesitzer. Da muss ich hin, wenn ich keinen sehen will. Das ist dort sehr gut durchführbar.

Die Wanderung haben wir als Ostermarsch verbucht, wir sind für Frieden und Freiheit gewandert und haben darum am Sonntag und Montag wanderfrei.

Und zuhause angekommen, haben wir uns in den Garten geworfen, in dem die Frühlingssonne noch den hübschen Apfelbaum beschien.

Apfelbaum(Bitte nicht auf die Frisur unten links achten, die ist gut frisiert und privat)

Dort gab es:

Schokolade

Dazu ein Buch, ein Glas Traubenschorle und hochgelegte Beine.

Doch, war ein Tag auf der Habenseite.