Jetzt wird es wieder deutlich ruhiger im Lavendelhaus. Der kleine wilde Besuch ist weitergereist und hier wird wieder eine andere Gangart eingeschlagen.
Die Taktzahl wird heruntergefahren, die Menge der Schreckmomente ebenfalls und nun werde ich ein bisschen traurig und ein bisschen glücklich sein.
Glücklich darüber, dass wir einem kleinen Burschen hoffentlich eine schöne Zeit machen konnten, die er auch auf seinem weiteren Lebensweg in guter Erinnerung behält. Glücklich darüber, dass ich doch immer noch Nerven wie Stahlseile habe und selbst in heiklen Momenten den Überblick behalte. Glücklich über meine eigenen Kinder, die in der Lage und in einem Alter sind, sich selbst hinten anzustellen und einem anderen den gerade erforderlichen Vortritt zu lassen. Und zwar ohne Wenn und ohne Aber.
Traurig darüber, dass wir einem kleinen Burschen nicht deutlich mehr geben können als diese eine Woche. Traurig darüber, nicht zu wissen, wie sein weiterer Weg sein wird. Traurig, weil manche Kinder einen Lebensweg haben, der so viele Komplikationen und Enttäuschungen bereithält, den man nicht abmildern oder erleichtern kann.

Ich hoffe, der kleine Bengel bekommt vom Leben recht viel Sonne, er hat es verdient und gebrauchen kann er es alle Male.

Reisefertig