Was wohl?

 

Was habe ich da wohl in meiner verschwommenen Hand?
Man beachte, dass der Stresslesssessel mehr Schärfe besitzt, als das Patschehändchen.
Also? Was mag es sein, was ich da in meiner Hand verborgen mit zum Sessel nahm, um es mir dort recht gemütlich zu machen?
In dieser Hand, die sich am Daumen unten deutlich zu erkennen, eine fette Blase gearbeitet hatte, als ich im Garten den Besen schwang und mich wieder einmal selbst verfluchte, weil ich meine Kinder nicht zu meinen willenlosen Haussklaven gemacht habe, sondern tendenziell irgendwie etwas schrecklich schief gelaufen ist, aber egal, in dieser Hand halte ich

Rote Schönheit.

diese dicke, fette, rote Schönheit.
Und es hat enorm viel Spaß bereitet, dort kräftig reinzubeißen. Süß, fruchtig, lecker.
Natürlich habe ich es nicht bei einer belassen. Ich habe eins, zwei, drei, ganz viele gegessen.
War schön.

Außerdem hatte ich noch Sonntagsbesuch. Da war ich recht verwundert, denn der hatte sich nicht angemeldet und auch nicht geklingelt. Vermutlich war er schon länger da und ich habe ihn nicht bemerkt.
Als ich ihn dann sah, war er bedauerlicherweise schon ein bisschen angetrocknet.

Schnecki.

Der Schneck klebte an der Diele fest. Reanimation war zwecklos. Ich habe ihn trotzdem draußen auf ein Blatt gesetzt. Vielleicht, wenn es feucht genug ist, saugt er sich ja wieder voll und kehrt ins Leben zurück.

 
Gespräch einer Hausschnecke mit sich selbst

Soll i aus meim Hause raus?
Soll i aus meim Hause nit raus?
Einen Schritt raus?
Lieber nit raus?
Hausenitraus –
Hauseraus
Hauseritraus
Hausenaus
Rauserauserauserause . . .

(Die Schnecke verfängt sich in ihren eigenen Gedanken oder
vielmehr diese gehen mit ihr dermaßen durch, daß sie
die weitere Entscheidung der Frage verschieben muß.)

Morgenstern