Es ist ein Drama.
Ich bin ein leerer Trauerklops mit Hang zur Krise und dann töte ich aus Versehen auch noch Maja. Diese dumme, dicke, kleine Biene Maja. Die stürzte sich in einem Anfall von Kleegier auf die Wiese, summte hier und da und dort, zog sich Kleeschnee vom Feinsten rein und dann kam ich mit meinen Hobbitfüßen und trat ihr so richtig in den Arsch auf den Kopf.
Vor Schreck steckte sie mir ihren Stachel in den Fuß und als ich hektisch den Fuß hochriss und dabei einiges an Flüchen in den sonnenheißen Garten brüllte, löste sich ihr Stachel mit halbem Arsch Hinterteil von ihrem Körper ab. Das überlebte sie nicht, die kleine, dicke, doofe Biene Maja.

Ich puhlte mir Stachel und Arsch sonstige sterbliche Überreste aus dem Fußgewölbe und beobachtete dann die sonderbare Gewebevermehrung am Fuß. Es schwoll und quoll und rötete sich, noch während ich einbeinig in die Küche hopste, um ein Kühlpäckchen aus dem Tiefkühlfach zu reißen und mir im Wechsel mit einer Zwiebel auf die Fußunterseite zu pressen.

Dachte ich erst noch, najagut, war unangenehm, aber kann man aushalten, verformte sich das Beinanhangsgebilde im Laufe der folgenden Stunden immer weiter und das Ende vom Bienenlied ist, dass ich schon den dritten Tag mit hochgebahrtem Haxen herumliege und noch nicht einmal Auto fahren kann, weil der Kupplungsfuß nicht belastbar ist.
Alle Pläne ins Klo gesteckt und stattdessen spiele ich in einer Tour Farmspielchen. Wie sinnlos.

Das letzte Mal, dass ich auf eine Biene getreten bin, ist ungefähr dreißig Jahre her. Ich hatte vergessen, wie das ist. Und ich kann mich nicht erinnern, dass ich damals drei Tage nicht auftreten konnte. Ich glaube vielmehr, eine Stunde später war das Thema durch.
Heute sind die Bienen vielleicht giftiger. Zumindest für mich. Unter meinem Fuß gibt es kein Gewölbe mehr und alles schillert in rot und violett.
Ich hatte sogar schon mit dem Gedanken gespielt, zum Arzt zu gehen, auch, weil ich das von versierter Seite immer wieder angetragen bekomme.
Ich habe aber keine Lust und mache eben Quarkwickel. Und Kühlpackerl. Oder lasse machen.

Und dauernd gröhlt der Wurm in meinem Ohr: