Bei uns ist er zu Besuch, der Pfeiffer mit den drei Efff. In Gestalt des Pfeifferschen Drüsenfiebers. Und was gibt es schöneres als Jugendliche in den Sommerferien, die ausgesprochen malad und übellaunig darniederliegen? Das ist eine rhetorische Frage. Alles auf der Welt ist schöner. Und was für entsetzliche Geräusche aus einem pubertierenden Hals kommen können, wenn sich darin Organe befinden, die bis zum Anschlag verschwollen sind. Man rechnet mit baldigem Ableben, wenn des Nächtens das Geröchel durch das ansonsten Stille Haus dröhnt.

Erst war noch der Versuch, eine Antibiose zur Heilung einzusetzen, aber der Bluttest brachte es an den Tag. Viren, keine Bakterien, treiben ihr Unwesen in den Körpern. Da kannst du Antibiotika reinschieben bis die Tränen kommen, das nützt nichts. Jetzt nützt nur noch Bettruhe und viel Schlafen. Was eigentlich dem Pubertierenden entgegenkommt. Aber nur, solange er kann, nicht, wenn er muss. Dann wird er grimmig, der Pubertierende. Und unleidlich.
Das führt zu höchst unschönen Szenen, in welchen die Krankenschwester mit Kündigung droht, weil in ihrem Arbeitsvertrag zwar unter §7 ff. steht, dass sie sich um die eigene Brut besser kümmert als Florence Nightingale es je gekonnt hätte, aber mit keinem Wort erwähnt ist, dass sie gleichzeitig als verbaler Boxsack zu dienen hat.

Darum hier noch einmal in aller Deutlichkeit:

ICH KANN NIX DAFÜR, DASS IHR KRANK SEID! JETZT REIßT EUCH GEFÄLLIGST AM RIEMEN!

So. Musste einmal gesagt werden.
Ich muss jetzt Tee kochen. Und Eis holen. Und Bananen knietschen. Und Äpfelchen reiben.
Scheiße.