Es ist herbstlich im Wald. Und in den Schonungen und neben den Wegen tummeln sich die Freaks, bewaffnet mit Messer und Körbchen. Regelmäßig erschrecken sie mich und das Hundchen, wenn sie plötzlich durch das Unterholz hervorbrechen, wirr nach rechts und links schauen, den Weg kreuzen und auf der anderen Seite wieder in die Büsche stürzen.
Natürlich müssen sie wachsam sein. Wenn der Förster sie beim Pilzesammeln im Naturschutzgebiet erwischt, dann auch noch in der frisch gepflanzten Baumschonung, können sie sich ein paar Takte anhören und ein kleines Sümmchen über den Waldweg rüberreichen.

Ich persönlich mache mir nicht sehr viel aus Pilzen. Ich finde sie hübsch anzusehen, aber essen muss ich sie nicht. Wobei ich aber wohl ein guter Pilzfinder wäre, habe ich doch heute am Wegesrand per Zufall vier Steinpilze gesehen. Aber ich habe sie stehen lassen. Was soll ich damit?
Und einen Knollenblätterpilz. Den stehen zu lassen fand ich schwieriger. Sollte man nicht immer einen Knollenblätterpilz zuhause haben? Nur für den Fall, dass man sich gezwungen sieht, einmal zu ungewohnten Mitteln der Auseinandersetzung zu greifen.
Nein, natürlich nicht, da geht eindeutig die Phantasie mit mir durch.
Aber wo wäre ich, wenn ich mir nicht hin und wieder vorstellen dürfte, wem ich alles das Lebenslicht auspusten könnte, wenn ich wollte?!
Das dient meiner Psychohygiene. Und einer, der es vielleicht wissen muss, hat mir einmal gesagt:
Vor ein paar tausend Jahren haben wir noch mit Keulen interagiert. Heute soll alles ausdiskutiert werden. Da wünscht man sich mitunter die Keule zurück. Wer das tut ist nicht krank sondern normal. Krank ist man erst, wenn man es auch macht und das tun die allerwenigsten.
Na, also. Ich mache doch nichts. Ich will nur spielen.

Himmel

Sicherheitshalber nutze ich meine Phantasie, den Himmel zu betrachten und in den Wolken allerhand zu sehen. Esel und sonstiges. Vermutlich ist das die bessere Alternative, die aufkeimende Herbstunruhe zu besänftigen.

Wenn ich doch nur auch wieder mehr schreiben könnte. Aber es hängt. Es hängt in mir fest, in meinen Gedanken. Und es findet den Weg nicht heraus.
Nicht einmal, wenn ich es nur für mich schreibe.

Mag sein, es wird erst dann besser, wenn der Sperrmüll die Altlasten mitgenommen hat, am Ende des Sommers. Und ich nicht mehr bei dem Anblick der bis oben vollgestopften blauen Müllsäcke zusammenzucke.

Säcke.

 

Und die Aufräumarbeiten beendet sind. Sowohl die echten als auch die metaphorischen.

Pröll
Und das veränderte Leben, dass hier stattfindet, sich eingependelt hat.
Denn es verändert sich viel.
Der Fürst hat einen Ausbildungsplatz, man lese und staune. Und jeden Morgen verlässt er um kurz nach sechs Uhr morgens das Haus, mit einem selbst zubereiteten Frühstück im Bauch, um als Arbeitsmann in die Welt zu gehen. Ich bin begeistert. Seitdem hat er auch keine Schlafstörungen mehr. Und dumme Ideen sind auf ein Minimum reduziert. Beeindruckend.
Und die uns jahrelang begleitende, unvergleichliche, sehr besondere Schule liegt hinter uns, wir Ratten verließen das sinkende Schiff und haben andere Schulen gesucht.
Das Wolkenköpfchen geht in die weite Welt, um dort ihre Träume zu verwirklich und Killerdog muss noch ein bisschen seine Drüsen beruhigen, die ihn wirklich sehr aus der Kurve hebelten.

Der Sommer geht, der Herbst kommt, übernächste Woche ist Sperrmüll. Und Zukunft.