Was ist hier eigentlich los?
Ist der Fürst geläutert und ein Ausbund an Sorgfalt und Reinlichkeit?
Nein.
Ist Killerdog davon abgekommen, zweimal am Tag die Haare zu waschen wegen Fetthaarphobie?
Nein.
Ist das Wolkenköpfchen in einem Internat für höhere Töchter, wo sie endlich gezeigt bekommt, wie man kocht, backt, putzt und näht, Babys versorgt und Betten bezieht, auf dass sie eine gute Partie macht?
Nein.
Aber warum kommt das Wolkenköpfchen dann am Wochenende nach Hause? Und das noch nicht einmal an jedem?

Das Wolkenköpfchen hat einen Traum. Und wenn man einen Traum hat, dann hat die Mutter keine Erlaubnis, sich diesem Traum in den Weg zu stellen, auch wenn sie dreizehn Lebensjahre für recht wenig Zeit hält, die man gemeinsam verbracht hat und eigentlich auch schon vor zwölf Jahren einen heiligen Eid schwor, das Mädchen mit Beginn der Pubertät im Keller anzuketten. Wer hätte ahnen können, dass es keine Jungen sein würden, die ihr den Kopf verdrehen.
Wer hätte wissen können, dass sie es sind, die sie mitreissen, forttragen und träumen lassen:

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Und woher sie das Talent dazu hat, in der Ferne lauter Dinge mit ihrem Körper zu tun, die bei mir das sofortige Rufen eines Rettungswagens von Nöten machen würde, das weiß keiner so genau. Aber sie hat es. Und gibt es etwas Schrecklicheres, als ein Talent mutwillig verhungern zu lassen, nur weil man sein Wolkenköpfchen nicht hergeben mag?

Nun bin ich allein unter Kerlen und meine Freundinnen, die Töchter haben, sind sehr mitleidig, halten aber immer ihre Mädchen gut fest, weil sie befürchten, ich würde mir eines stibitzen.
Aber ich will gar kein anderes. Ich will nur das meine.
Nun muss ich ganz allein über hochgeklappte Klodeckel und Barthaarstoppeln im Waschbecken lamentieren. Kein verständnisvolles Zustimmen mehr. Ich bin allein mit meinem Wunsch nach Reinlichkeit und Ordnung. Um mich herum geballte Manneskraft.

Ich werde es überleben.
Und gespannt sehen, wo die Reise hingeht.