Heute von mir ein ungebetener Lesetip.
Einfach, weil ich so husch und weg bin von diesem Buch.

Das Seelenhaus
von
Hannah Kent

Ich war schon sehr lange nicht mehr dermaßen in einem Buch verschwunden. Es ist wundervoll geschrieben. Klare Wörter und Sätze lassen Island im Kopf entstehen, kalt, rauh, mit sehr eigenen Menschen.

Agnes ist eine verurteilte Mörderin und wartet auf einem Hof auf die Vollstreckung des Todesurteils. Langsam kommt ihre Lebensgeschichte zum Vorschein, in aller Kargheit, mit allen Entbehrungen, aber auch mit Zuneigung und Liebe. Eine vielschichtige Frau, die Letzte, die auf Island hingerichtet wurde.

Wer sich also langweilt:

Lies das. (Edit: Lies das, bitte! So ist es doch bedeutend antiallergischer, oder?)