Da. Der Sonnenschein. Der Frühling. Die in Pfeilformation Richtung Norden fliegenden Federviecher. Die Krokusse. Die Schneeglöckchen. Die startende Magnolie.
Die Gartenliege.
Die Wäsche draußen.

Kann man an solch einem Tag schlechte Laune haben?
Nein. Natürlich nicht. Warum denn?
Etwa, weil in der Nacht davor sehr spät das Telefon klingelte, einem ein Familienmitglied mit vom Trunke schwerer Zunge erklärte, doch nur am Telefon herumgespielt zu haben und mit einem schwippsigen „Schulligung“ in der Versenkung verschwand?
Oder den folgenden Träumen, welche die komplette Nacht zu einer ausschweifenden Angelegenheit von hysterischen Anfällen und Licht an und Licht aus und auf das Klo wandern machten?
„Papperlapapp!“ würde ein Familienmitglied sagen, sogar ohne Zunge, wenn es sein muss.

Ist der Alkohol eine Erfindung des Teufes? Ich glaube nicht an den Teufel. Also, wer hat`s erfunden? Die Schweizer? Nein, die hatten was mit Kräuterbonbons…….

….. und dazu in der Sonne ein quengelndes Blag.
Wie soll man denn gute Laune versprühen? Wo man die Laune doch bei Arsch und Kragen packen und irgendwem tief in den Hals stecken möchte. Da, kannst meine Laune haben, verdammt.

Unkoordinierte Scheißlaune, so lautet meine Diagnose für heute. Und weil das alles sehr durcheinander und unausgegoren ist, lasse ich es gut sein und gucke mit der Nörgelinge einen Film, der für pubertäre Trullas gemacht ist, über singende amerikanische Acapella-Vögel. Davon wird meine Laune sicher besser.
Weil die Nörgelinge nämlich motzt und meckert, dass sie allein vor dem Scheißfernseher sitzt.

Ach, sei es drum. Mir scheint die Sonne dort wo raus. Und Ri-Ra-Runkel, im Hühnerarsch ist es verdammt dunkel.