Gerade umweht mich wieder ein Hauch des Größenwahns. Oder vielmehr ein Wind.
Der Wind. Ich kann den Wind beeinflussen. Ich kann ihn machen. Dazu brauche ich nicht viel.

Gut, schon viele Menschen haben Stürme entfesselt. Gute und nicht so gute Stürme. Und ich kann hier zuhause auch diverse Lüftchen wehen lassen.
Aber die meine ich gar nicht.
Ich meine echten Wind. Ich bin eine Windmaschine.
Und um eine schöne frische Frühlingsbrise zu entfesseln, brauche ich eine Magnolie in voller Blüte oder eins drüber und einen Besen.

Anfang.

Wenn ich anfange, den Besen in die Hand nehme, mit ersten recht sanften Bewegungen den Besen durch die zarten Blätter schiebe, beginnt der Wind.
Und bläst mir immer wieder in die kleinen Blütenberge, die ich zusammengefegt habe. Auf dass sich die Blüten verteilen mögen, hier und dort und überall, wo ich mit dem Besen schon war.

Es ist wunderbar.

Und wenn ich den Besen aus der Hand lege, dann mache ich damit noch einmal ein Portiönchen Extrawind.
Dann fallen in genau zwölfeinhalb Sekunden wieder Blütenblätter hernieder.
Und was soll ich sagen. Durch meine unglaublichen Fähigkeiten schaffe ich es, die Menge der Blütenblätter exakt auf die vorherige Menge abzustimmen. Es gibt also noch einmal die gleiche Anzahl plus zehn. Also zehn Blätter mehr.

Woher ich diese Begabung habe?
Ich weiß es nicht. Ich habe sie einfach. Vermutlich hängt sie auch mit meiner Fähigkeit zusammen, Regen zu machen. Das klappt gut, wenn ich ohne Schirm unterwegs bin. Und ohne Regenjacke.
Ich kann aber auch die Sonne vom Himmel brennen lassen. Wenn ich einen langen Spaziergang mache und furchtbar durstig werde, dann intensiviert die Sonne ihre Strahlung, es ist eine wahre Pracht.

Aber das Wind machen, das ist eine meiner liebsten Beschäftigungen. Im Herbst laufe ich da auch zu Höchstform auf.

Hübsch

Jetzt überlege ich, welche Fähigkeiten noch in mir schlummern und wie ich sie entdecken kann.

Irgendwelche Vorschläge?