Meistens erzähle ich meine Träume nicht. Die Träume im Sinne von: „Ich möchte eine Prinzessin sein, wenn ich alt bin!“ schon mal nicht und die nächtlichen, in denen Doktor Freud sich vermutlich auf die Schenkel klopfen würde vor Vergnügen, eh nicht.

Aber der Traum heute Morgen, genau zwischen sechs Uhr dreißig und sechs Uhr achtunddreißig, nachdem ich den Wecker ausgeprügelt habe und bevor er einen zweiten Versuch unternahm, meinen Schlaf zu beenden, diesen Traum muss ich mal eben mitteilen.

Ich träumte, in meiner Wohnung trafen sich viele Leute, unter anderem Juliane aus dem Sauerland und Annika aus Berlin. Juliane hatte eine aufsehenerregende Frisur. Sah aus wie ein geplatztes Soffakissen. Und Annika rauchte eine lange, sehr dünne Zigarette.
Und dann fingen sie gemeinsam an zu singen.

Moonriver sangen sie mit glasklaren Stimmen, es war herrlich. Irgendwann fingen sie an zu piepen. Pieppieppiep Piep.
Und dann war der Traum vorbei und ich wunderte mich, wie zwei Frauen, die ich nie zuvor gesehen habe und nur von ihnen lese, ihren Weg in meine Träume gefunden haben.
Desweiteren haben sie in meinem Traum den Text des Liedes gekannt. Aber ich kenne den gar nicht. Und so gibt es zwei Möglichkeiten.
Entweder die beiden haben sich in meinen Traum hineingedingst. Inception. Ihr wisst bescheid. Und haben sich einen Spaß daraus gemacht, mich zu veräppeln.
Oder ich kenne den Text nur in meinem Unterbewusstsein. Irgendwie. Woher nur?
Auf jeden Fall haben sie mir den Song als Ohrwurm hinterlassen und meine Physiotherapeutin fragte mich heute Vormittag, was ich denn da die ganze Zeit summen würde. So ist das nämlich, ich muss es die ganze Zeit summen.

Also. Was ist da passiert?