Es muss doch erlaubt sein zu sagen, das ist ein absolutes Scheißwetter!!!!
Da jage ich nicht einmal den Hund vor die Tür!!! Der würde auch gar nicht gehen wollen. Morgens um sieben schleppen wir beide uns in den Wald, es ist noch gerade erträglich und die einzigen, die uns begegnen, sind Jogger, die für den Job als Leuchtturm trainieren. Rote Lampe an.

Aber jetzt, mitten am Tage, hänge ich in meinem mit achtundzwanzig Grad wohltemperierten Wohnzimmer und jammere leise vor mich hin. Es gibt kein Entkommen. Ich habe mich schon in den Keller gehockt, vor die Waschmaschine. Ich habe ihr beim Drehen und Wenden der Wäsche zugeschaut, das Einschäumen und Ausspülen beobachtet und mir beim Schleudern fast ein Trauma zugezogen.
Ich genoss meine herrlich kühlen Füße und die Möglichkeit, bis in die tiefste Lungenspitze zu atmen.
Nur muss man irgendwann aus dem Keller wieder hinaufsteigen. Wegen diesem und jenem. Außerdem mufft es da unten. Und es gibt Zilliarden Spinnen. Mir sind die eigentlich egal. Aber als Gesprächspartner sind sie einfach eine Null.

Scheißwetter also. Mein Stübchen musste ich an den Fürsten abtreten, weil er unter dem Dach sofort zur Rosine verkommen würde. Süß aber nicht saftig. Und im Stübchen herrscht eine recht erträgliche Temperatur. Es war früher ein Stall und darum ist der Boden kalt. Immer. Im Winter ist das sehr fußkalt und anstrengend, weil ich die Füße immer mit einer extraheißen Wärmflasche absichern muss, damit sie nicht am Boden festfrieren.Habe ich gerade Wärmflasche geschrieben???? Ich möchte nicht darüber nachdenken, dass es so etwas wie Wärmflaschen gibt. Oder Heizstrahler. Hochöfen. Rotlichtlampen. Fangopackung.

Mir ist so warm….., mein Hirn schmilzt….., und es gibt kein Entrinnen.
Im Winter kann ich wenigstens einen Pullover mehr anziehen, wenn es scheißekalt ist. Und eine Mütze. Eine Wollstrickjacke. Dicke Socken. Einen Mantel!
Oh, Menschenskinder, was ist nur los mit mir? Schneeanzug? Handschuhe? Schal? Ich, die ich sonst immer etwas um meinen Hals brauche, trage keinen Schal. Mein Hals ist nackt und schweißgebadet.

Im Supermarkt geht es. Aber man muss auch hinkommen. Vor die Aircondition im Geschäft hat wer auch immer die Autofahrt gesetzt. Und da ist zwar eine Klimaanlage drin, nur kommt die gar nicht so schnell auf Touren. So überkommt einen der Hitzetod, bevor man sich in die Kühltheke zu den Milchprodukten legen kann.

Ich höre schon den ein oder anderen quietschen, man könne es mir ja nie recht machen und man sollte doch mal genießen, dass richtig Sommer ist (die Stimmfrequenz, die ich in meinem inneren Ohr habe, hat irgendwie Ähnlichkeit mit einer Anverwandten, seltsam.). Druff jeschissen. Im Winter kann ich wenigstens den Kamin anfeuern und mir ein behagliches Klima selbst kreieren. Jetzt kreiere ich nichts außer Schwitzflecken im Shirt. Vermutlich habe ich schon fünf mal Elvis Presley und drei mal die Mutter Gottes ins Shirt transpiriert.

Es ist diese Ausweglosigkeit. Dieses nicht entkommen können. Ob ich will oder nicht, es ist heiß. Verdammte Scheiße. Und das reimt sich nicht von Ungefähr. Heiß und Scheiß. Und Scheißheiß.
Oder warm und Darm. Lau und Sau. Noch Fragen? Nein, oder?