Heute habe ich dafür gesorgt, dass ein Mensch einen Heiterkeitsanfall hatte.
Das tue ich ja gern, für Heiterkeit und Gelächter sorgen.
Und das kam so:

Es ist in diesem unseren Land möglich, einen Führerschein für das Autofahren bereits mit siebzehn zu machen. Das nennt sich Bsiebzehn, begleitetes Fahren.
Und ich habe mich bereit erklärt, dem Killerdog bei seinen Fahranfängen zur Seite zu stehen. Also werde ich seine Betreuerin sein. Nun ist es im Gegensatz zu DAMALS, also zu der Zeit vor dem Mauerfall, heute nötig, selbst irgendwelche Unterlagen bei der Stadt abzugeben, die weitergeleitet werden an das Verkehrsgedöns in der nächstgrößeren Stadt, von wo aus alles an den TÜV geht oder sonst wo hin, um danach wieder zurückgeschickt zu werden an die Fahrschule und den Fahrschüler.
Es braucht allen möglichen Schnick und Schnack, unter anderem, was ich übersah, auch neben unzähligen Unterschriften Kopien meines Personalausweises und meines Führerscheins. Diese dürfen aber mitnichten von Mitarbeitern der Stadt gemacht werden, das muss aushäusig getan werden.
Weshalb ich zum Büdchen um die Ecke ging, in welchem man, wie ich auf Grund einer Begebenheit vor drei Wochen sehr genau wusste, Kopien anfertigen kann.

Ich reichte der Büdchenfrau meinen Ausweis und den Führerschein über die Theke, sie klappte den Führerschein auf und dann ging es los. Sie versuchte noch, es zu unterdrücken. Aber es ging nicht. Erst war es ein Zucken im Gesicht. Dann biss sie sich auf die Lippen. Und dann brach es aus ihr heraus. Sie kicherte, gackerte, lachte, schüttelte den Kopf, prustete, wieherte und hielt sich erschrocken die Hand vor den Mund. „Tut mir leid…“, presste sie hervor und versuchte, sich zu beruhigen.

Himmelarschundzwirn, es waren die Achtziger!!
Muss ich noch irgendetwas sagen? Die Achtziger. Da sah man eben so aus. Moment, ich versuche, es in einer kleinen Skizze zu verdeutlichen, was ich meine.

Führerscheinfoto

Wie schön, dass ich heute jemanden so erfreut habe, dass sie vermutlich eine nasse Hose hatte, hinterher.

Jetzt erwäge ich, einen neuen Führschein ausstellen zu lassen. Mit einem anderen Foto. Und einem Gesicht, welches paushängebackig, faltig und nur achtundzwanzig Jahre älter ist. Und mit grauen Haaren auf dem Kopf.
Dafür aber nicht mehr Vokuhila-frisiert.
Soll man diese Altlasten über Bord werfen? Oder soll man mit seinem Achtziger-Ich in Kontakt bleiben?

(Nein, das Ohr war ein Ausrutscher des Kugelschreibers. 
Ich habe kein Blumenkohlohr in Echt.)