Bevor ich zusammenbreche, hier noch schnell ein Kurzbericht über das Tagesgeschehen.
Um fünf Uhr drei Personen zum Zug gebracht. Die kommen erst in drei Tagen wieder.
Schön.

Danach ein weiteres Schläfchen getätigt.

Um halb elf beim Baumarkt erstand ich jede Menge Utensilien.
Und dann fing es an.
Der Fürst und sein Schnucki haben die Küche ausgeräumt, Schränke und Regale abgehängt und dies und das erledigt. Dann klebten wir ab. Die Zeit, die Du beim Abkleben investierst, brauchst Du danach nicht, um zu putzen.
Und nach all dem Geklebe, Geräume und so weiter kam es zum Äußersten.
Ich strich.

Und wie ich strich.
Und wie herrlich es wurde. Fleckig. Fleckig und fleckig. Schlimm.

Meine Küche sieht jetzt aus wie die schimmelige Küche der Adams-Family. Ein Drama. Und weil mir mittlerweile der Körper signalisiert, dass ich sehr aus dem Training heraus bin und außerdem eingeschränkt funktionsfähig, habe ich jetzt einfach alle Farbrollen in Wasser getaucht, das Licht ausgemacht und mir ein Ei drauf gepellt.
In meinem Schlafzimmer steht ein auf die Seite gelegter Küchentisch, Kisten mit Gläsern, Zuckerdosen und lauter so ein Krimskrams. Man kann nicht mehr treten. Aber man kann im Bett liegen. Und Men in Black schauen. Dabei kann man Schlümpfe lecken naschen.

Auf jeden Fall schmerzt mich etwas.
Die Füße zum Beispiel. Und der Rücken. Und die Arme. Meine Güte. Ich bin einfach nicht mehr die Jüngste.

Bevor ich nun gleich in Tiefschlaf falle, lehne ich mich ins Kissen, bewege mich nicht, überhaupt nicht, trinke nichts mehr, damit ich heute nicht mehr aufstehen muss und jammere ausdauernd: Aua aua aua aua aua, Depp, aua aua aua aua.
Und so weiter.

Dazu flüstere ich Stoßgebete zum Kalkfarbengott, dass er doch bitte die Wände farblich eben machen soll. Morgen. Wenn sie getrocknet sind.
Ich bitte darum, meine Küchenwände ins Abendgebet einzuschließen. Sonst muss ich morgen den ganzen Scheiß noch einmal machen. Und da habe ich überhaupt keinen Bock drauf.
Danke.