In aller Knappheit.
Da bin ich doch jetzt wirklich krank.
Wir erinnern uns, vor ungefähr sieben Wochen, da hatte ich die Pest am Bein und genoss deswegen ein leckeres Antibiotikum.
Was ich vergessen habe, obwohl die Erfahrung mit drei Kindern und zwar seltenen aber dann doch benötigten Antibiosen hier und da, mich es doch gelehrt haben sollte, man wird danach immer noch einmal krank.
Denn, man sieht sich immer zweimal.
Vier bis acht Wochen nach einer Antibiose zerbröselt man.
Und das tue ich gerade.

Währenddessen schaue ich auf Youtube einen Edgar Wallace nach dem anderen. Durch die erhöhten Temperaturen ist meine Konzentration etwas schwächlich, weshalb ich mitunter nicht weiß, ob jetzt der schwarze Abt sein Unwesen treibt oder der Hai oder das indische Tuch. Erschwerend kommt hinzu, dass immer die gleichen Nasen mitspielen und Klaus Kinski einmal Agent ist, einmal Butler, einmal der Bastard des Lords. Das alles verwirrt mich sehr.
Dazu kippe ich mir Liter von Hustentee mit Honig rein, weshalb ich dauernd aufstehen muss, weil ich die Liter auch wieder rauslassen möchte. Das ist aber auch gut gegen Thrombosen.

Gut.
Ich leide vor mich hin und erhoffe mir eine Menge Mitgefühl und Gesundheitswünsche, weil ich jämmerlich, wehleidig, weichgekocht und selbstmitleidig bin.
Und ja, ein Hühnerpüppchen hatte ich schon heute Morgen. Habe ich mir selbst gemacht. Instantsuppe. Nicht perfekt, geht aber trotzdem und danach konnte ich wenigstens einmal abhusten.

Also bitte, jetzt Mitgefühl. Danke.

(Die Autokorrektur hat aus meinem Hühnersüppchen ein Hühnerpüppchen gemacht. Ich wollte das einfach einmal so stehen lassen.)