Mit gluggernden Eingeweiden liege ich auf dem neuen Sofa herum und denke darüber nach, wie sinnvoll es ist, morgens um fünf durch ein Viertel der Republik zu fahren.
Es gluggert, weil ich diverse Brotscheiben mit Tomate eingeworfen und dann mit einer halben Flasche Zitronenlimonade nachgespült habe. Abschließend gab es ein bisschen zuckriges Konfekt.
Das ganze Ensemble ist jetzt eins vor schlecht.
Aber drei nach müde.

Was sehr schön war, am Wochenende, das war Wolkenköpfchens Überraschungsparty. Nachdem es sich weigerte, an seinem Geburtstag auch Geburtstag zu haben, weil es nicht zuhause war, und im Rahmen dieser Weigerung auch ein paar Tränchen flossen, habe ich die Mädchengruppe „Kirschen“ kontaktiert und eingeladen.
Die Damen versammelten sich im schönen neuen Wohnzimmer und als Wolkenköpfchen zur Tür hereinkam, brach die große Freude aus.
Und im Verlauf des Abends konnte man vier jungen Frolleins beim wilden Feiern zusehen. Es war wunderbar. Tanz, Gelächter, Geplapper, alles was dazugehört. Und Nudelsalat.

Und ich kann endlich kompensieren. Das ist ein weiterer wichtiger Schritt in der Psychohygiene. So eine Party zu organisieren, den Mädchen dabei zuzuschauen (ein bisschen heimlich, natürlich), kurz voller Wehmut zu sein, selbst nie so etwas genossen zu haben und dann das tiefe Glück zu spüren, es für jemand anderen möglich gemacht zu haben.
Sehr gut.
Außerdem habe ich jetzt eben die Möglichkeit, übrig gebliebene Zitronenlimonade zu trinken.
Das gluggert und blubbert, meine Güte. Und das zuckrige Zeug muss auch weg.
Denn wenn ich hier eine Party mache, dann gern mit leichter Übertreibung, was Mengen angeht. Und ich habe allen Anwesenden direkt zu Beginn erklärt, dass sie erst dann das Haus verlassen dürfen, wenn ihnen ordnungsgemäß kindergeburtstagsmäßig schlecht ist.
Alle erklärten sich einverstanden und taten ihr Bestes. Trotzdem blieb einiges über und nun muss ich mich leider intensiv dem Ganzen widmen.

Ich streiche dann jetzt noch ein bisschen über meinen kugeligen Bauch, lausche den Melodien und hoffe, später mit einem lauten Rülpsen Abhilfe schaffen zu können, sonst kann ich bei dem Lärm nicht einschlafen.

P.S.: Ich liebe meine neue Couch.