Da ist es wieder, das echte Leben. Und schlägt gnadenlos zu und alles nieder.
Letzte Woche Montag war noch alles gut, von aussen betrachtet, diese Woche Montag war schon alles scheiße, und heute ist es nicht besser, und auf absehbare Zeit wird es furchtbar anstrengend und ich hoffe, ich finde diese kleinen Momente, die helfen. Ein Sonnenstrahl vielleicht. Ein guter Keks.
Ein Kerzenlicht.
Ein Lied.

Zu Weihnachten wünsche ich mir Kraft. Kraft, das auszuhalten, was nun kommt.
Die Kraft, dasein zu können für die, die mich brauchen.
Ihnen von meiner Kraft etwas abgeben zu können.
Ich wünsche mir Mut. Den Mut, einer Krankheit ins Auge blicken zu können, die meinen Vater das Leben kosten wird. Nicht könnte, sondern wird.
Ich wünsche mir Hoffnung. Die Hoffnung, dass es noch Zeit gibt, mit ihm.
Ich wünsche mir Lachen. Das Lachen darf nicht vergehen. Wenn das Weinen kommt, soll das Lachen nur einen Schritt daneben stehen und sich gedulden, denn es wird ganz sicher gebraucht.
Es sind die größten Wünsche, die ich je hatte.