Beziehung hat man ja nicht nur zum Partner, welchem auch immer. Auch zum eigenen Kind. Und auch da stellen sich immer wieder Fragen. Wenn mir sonst keiner Fragen stellt, habe ich durchaus welche im Repertoire, die ich mir selber stellen kann.

Beliebteste Frage aller Eltern von jugendlichen Flatterköppen:
Was macht der/die/das da?

Man stelle sich vor, man hat als Mutter auf beiden Toiletten des Hauses das letzte Fitzelchen Papier verbraucht und macht sich einen Spaß daraus, selbiges nicht aufzufüllen. Früher oder später bemerkt man jedoch, dass man sich ins eigene Fleisch geschnitten hat, da keiner der Flatterköppe auf die Idee kommt, Toilettenpapier aus dem Keller zu holen und neben dem entsprechenden Sitzungsort zu deponieren (Es stellt sich die Frage, wie kommen die ohne Klopapier klar? Aber damit möchte man sich aus psychohygienischen und auch sonstigen hygienischen Gründen nicht weiter befassen.).
Also holt man einen von ihnen herbei, beauftragt denjenigen mit der Fütterung des Vierbeiners, wofür ebenfalls der Keller aufgesucht werden muss und ordert, einige Rollen Toilettenpapier mitzubringen während man selbst bräsig auf der Couch sitzt und Löcher in die Decke glotzt, weil es exakt der intellektuelle Anspruch ist, dem man gerecht werden kann, nach Tagen wie diesen.
Nur wenige Augenblicke später befindet man sich begraben unter Klorollen. Auf dem Sofa. Und man fragt sich: Was macht der/die/das da?
Man fragt das auch laut.
Als Antwort wird mit den Rollen jongliert und gelacht. Und die nächste Frage, ob es wohl so aussehen würde, als wolle man gleich die Sitzgelegenheit als Abort nutzen, wird mit der Gegenfrage: „HÄ?“ beantwortet.

Es gibt Fragen, auf die gibt es keine Antwort. Also fragen Sie mich bitte was anderes.