Nach der Nachricht, dass in der nahen Verwandtschaft schon wieder einer ein Gewächs im Körper gezüchtet hat, welches dort nicht hingehört, was wiederum keine heitere Stimmung aufkommen ließ und zur Summe aller Todesfälle des Jahres, inklusive David Bowie, Leonard Cohen, meiner Steuerberaterin und was weiß ich nicht noch wem alles, las ich gestern in der Zeitung einen Namen bei den Todesanzeigen. Ich dachte, kann doch nicht sein. Kann doch gar nicht sein, dass sie es ist!
War sie aber doch, wie das in diesem Jahr eben so ist. Natürlich. Wie sollte es auch anders sein. Plötzlich und unerwartet. Und so alt wie ich.
Und zwei Kinder.
Mir reicht`s. Wirklich.
Wäre sehr schick, wenn in den nächsten zwei Wochen keiner mehr aus der Spur fliegt und das Jahr aufhört. Und dann der Frühling kommt. Der leichte und flatterhafte Frühling, angefüllt mit Wärme und bunten Blumen.

Ich würde dann im Garten sitzen, die Frühlingssonne würde mir einen veritablen Sonnenbrand verschaffen, der nur drei Jahre später für ein malignes Melanom direkt auf der Nase sorgt, an dem ich dann elend dahinscheide ein wohliges Gefühl verschaffen, ich würde in einem sehr langen und interessanten und schönen und guten Buch lesen und dem Gras beim Wachsen zusehen.
Neben mir stände ein kleiner Tisch, auf dem wäre ein Glas herrlicher Saftschorle und eine der ersten Bienen des Jahres würde sich in mein Glas setzen, ich würde es nicht bemerken, weil ich von dem aggressiven Graswachstum abgelenkt wäre, würde die Biene in den Mund schlucken, wo sie mich in die Zunge stechen und ich innerhalb von zwei Minuten ersticken täte ich würde sie durch einen Strohhalm schlürfen.
Vielleicht würde ich ein bisschen einschlummern und schöne Sachen träumen, während mir ein von einem Flugzeug verlorenes Triebwerk auf den Kopf fallen würde ein kleines Vögelchen ein winziges Häufchen auf den Kopf geschissen hätte. Das bringt bekanntlich Glück.

Man muss einfach nur mit ein bisschen Zuversicht in die Zukunft blicken verdammte Scheiße.