Bei der Überschrift werden wahrscheinlich meine Besucherzahlen abgehen wie Schmitz Schnecke.
Aber es ist die einzig mögliche. Denn genau das war hinter dem Haus zu beobachten. Ein kleiner Schneckenporno.

Hab ich noch nie gesehen. Schnecken beim Geschlechtsverkehr. War aber klar, dass die in die Vermehrung gehen, sobald meine Schwester im hiesigen Garten ein Beet anlegt. Sehen sie doch ihre Zukunft und die ihrer Kinder somit als gesichert an. Da kann man direkt loslegen. Als Schnecke.

Als biologisch interessierter Mensch habe ich natürlich voyeuristisch das Ganze beobachtet. Und pornös fotografiert.

Ich finde Schneckenerotik nicht sehr menschenkompatibel. Dieses merkwürdige schleimende Aneinandersaugen, eine sehr glitschige Angelegenheit. Sieht man nicht alle Tage. Und dann, ja dann passierte aber etwas…

„Mama? Papa? Was macht ihr da?“

„Ihr macht doch nicht… also… ihr werdet doch nicht…bah, igitt, würg, ihr habt… das ist ja…!“
„Nein, Kind, wir liegen hier nur ein bisschen rum und weil der Papi zuviel Schleim hatte und ich zuwenig, haben wir ein bisschen Schleim getauscht.“
„Ach so. Und ich dachte schon, ihr hättet Sex.“
„Nein. Niemals. Also heute.“

Und jetzt frage ich mich natürlich: Ist die Welt bereit für diesen Schneckenporno?
Was ist, wenn die Schnecken Internet haben? Bekomme ich demnächst Schneckenpost?

„Sehr geehrte Frau Lavendel,
Sie haben gegen Anstand und gute Sitten verstoßen und indiskrete Fotos meiner Mandanten im Internet veröffentlicht. Aus diesem Grund haben wir Anzeige gegen Sie…“