Na sowas. Ich bin ein Liebling. Wer hätte das gedacht?
Letztes Jahr war ich bei Scoyo dabei, als es um den Blog-Award 2016 ging. Dieses Jahr habe ich nicht mitgemacht. Wenn man so einen kleinen Blog wie diesen hier betreibt, hat man gegen Blogger mit tausenden täglichen Klick-Zahlen keine Chance.
Und weil ich nicht in Ichzeigesallen-Stimmung bin, sondern eher in Klapptjaehallesimmernicht-Stimmung, konnte ich es sowieso lassen.
Larmoyantes Ich.
Aber ich bin ein Liebling. Immerhin. Schlecht gelaunter Liebling, aber ein Liebling.
Und jetzt esse ich Schokolade und ergebe mich den düsteren Novembergedanken, nachdem ich vorhin heulend am Grab meiner Freundin stand, um dann ihr zu Ehren pfeifend den Friedhof zu verlassen und auf meinem Weg zum Tor eine Jesusfigur zur Schnecke zu machen.
„Was glotzt du mich so blöd an?“, blaffte ich. „Guck woanders hin, zackig, mein Freund, sonst gibt`s einen vor dein Betonknie!“
Interessierte den Betonjesus in keinster Weise. Er glotzte weiter.
Ich war allein auf dem Friedhof. Dann kann man sich so etwas erlauben, ohne religiöse Gefühle anderer zu verletzen.
„Depp!“, raunzte ich ihm noch zu und ging zum Auto, um dort weiter zu heulen.
Jetzt Schokolade.

Ich Liebling, ich.