Hinter dem achtzehnten Türchen wohnt Pummel.
Pummel hatte Arme, Hände, Beine, Füße und den Kopf aus Gummi, der Körper war aus festem Stoff. Sie war eine Blondine und trug einen gestreiften Pullover und gestrickte Hosen. Pummel war eine treue Seele. Nichts nahm sie mir übel. Nur einmal hatte sie Probleme, woraufhin sie für zwei Wochen verreisen musste. Den Kopf mit Kloreiniger gewaschen zu bekommen, das vertrug sie nicht. Meine Hände auch nicht. Damals, als der Kloreiniger noch pulverförmig war, gab es keine Sicherheitsverschlüsse. Jedes Kind bekam den Deckel auf.

Wenn Pummel nicht abends in meinem Bett lag, konnte ich ausdauernd weinen, jammern, wimmern, bis alle Menschen herumliefen und nach ihr suchten. War sie gefunden, konnte ich den Schlaf finden. Ohne Pummel war an Schlaf nicht zu denken. Überall kam sie mit mir hin. Auf Reisen, wo sie an Flughäfen genauestens von uniformierten Männer durchgeknetet wurde, auf der Suche nach versteckten Substanzen, ob nun nach außen explosiv oder nach innen.
Zuhause, wo sie mit zum Einkaufen kam. Zur Großmutter, wo sie sich in dem großen Haus hervorragend verstecken konnte.
Meine Pummel. Beste Freundin für immer.

(Mehr muss ich nicht denken, auf das Foto zu schauen ruft in mir mein Pummelgefühl hervor.)