Hinter dem vierundzwanzigsten Türchen ist eben auch nur ein Stück Schokolade. Oder das Bild von der Krippe mit Jesuskind und Maria und Josef und Hirten und Engel.
Und der vierunzwanzigste Versuch, das Herz etwas leichter zu machen, kann keine Erinnerung sein.
Eine Idee, eine Phantasie.
Ein Wunsch.

Die große Sehnsucht meines Lebens. Dieser Traum, der in einem kleinen Winkel meines Seins wohnt. Er hat nicht sehr viel Platz. Er kann sich kaum bewegen, so eng ist das Leben um ihn herum gebaut. Eingezwängt zwischen Müssen und Sollen liegt er da, wie ein kleiner Fisch in einer übervollen Dose. Und er ruckelt und zuckelt, versucht zu entkommen aus dieser gequetschten Lage.
Möchte sich ausbreiten, sich groß machen, eine ganze Welt füllen.
Und ist doch schon dankbar dafür, wenn ich ihn nur einmal kurz anschaue. 

Ich sollte ihm Platz machen. Er hätte es verdient, wo er doch schon so lange dort eingepfercht ist; ich sollte dem Traum einen Namen geben und ihn aus der Dose befreien.

Und jetzt?
Schenke ich mir selbst etwas, was mir kein anderer schenken kann.
(Habt einen guten Tag)