Jeden Tag hoffe ich aufs Neue, dass die Menschen nicht so dämlich sind, wie sie manchmal tun. Manchmal da tun sie nämlich Blödes, das glaubt man einfach nicht.

Zum Beispiel räumen sie Sachen nicht in den Kühlschrank. Sie lassen Sachen einfach herumstehen. In einer Ecke, verborgen hinter anderen Sachen. Und es gibt Sachen, die lieben den Kühlschrank. Die brauchen den Kühlschrank. Zum Glücklichsein und, auch und sogar, zum Überleben. Wobei der Kühlschrank im Moment selbst um das Überleben kämpft. Um ihm das zu erleichtern, sollte man die Kühlschranktür nach dem Öffnen in Windeseile wieder schließen. Es stimmt nämlich nicht, dass sich der Raum abkühlt, wenn man den Kühlschrank aufstehen lässt. Im der Umkehr wird ein Schuh daraus. Nicht der Raum wird kalt, der Kühlschrank wird von innen warm.
Wie auch immer, die Sachen im Kühlschrank sind eben nicht aus Spaß in ihm drin.
Sachen, die nicht in den Kühlschrank kommen, obwohl sie dort hinein gehören, die fangen an zu mutieren. Und das ist gefährlich. Selbst wenn man noch keine Mutation erkennen kann. Sie führen dazu, dass Menschen kotzen. Mutierte Sachen zu essen, das reizt zum Aufschwulken.
Wenn die Mutation fortschreitet, dann besteht seltener die Gefahr, dass die Sachen noch gegessen werden. Schon allein wegen der Optik.

Aber es besteht die Gefahr, dass man von der Mutation angefallen wird. Während man noch sein Gesicht näher heranbringt, um genauer zu inspizieren, was man da gefunden hat, bedauerlicherweise die Lesebrille nicht in der Nähe ist und darum alles leicht verschwommen wirkt, da springt einem die Mutation laut schreiend ins ungeschützte Auge.

(Die Mutation könnte genetisch mit den Mainzelmännchen verwandt sein. Oder sie hat eins zum Frühstück gefressen.)

Viel Gelaber, wenig Sinn: Sachen gehören in den Kühlschrank, spätestens wenn der Deckel geöffnet wurde. Wurst gehört immer in den Kühlschrank. Menschen gehören nicht in den Kühlschrank, scheißegal wie das Wetter ist. Der Kühlschrank gehört geschlossen.
Mutationen sind gefährlich. Bei jedem Wetter. Aber im Moment besonders.
Bei mehr als dreißig Grad im Schatten möchte man nicht noch magenverdrehende Übelkeit.

Soviel dazu.

Das wirklich Wichtige aber ist:
Nicht draußen rauchen. Das ist so extrem blöd, das ist nicht steigerungsfähig. Siebzig Meter die Straße rauf ist der Waldrand. Dort ist alles sehr knusprig. Ein winziges Flämmchen reicht und mein Zuhause ist Geschichte.
In diesem Sinne an die Tussi im VW-Angeberkäfer mit örtlichen Kennzeichen:

Bescheuert oder was? Kippe aus dem Autofenster werfen? Direkt am Wald?
Komm mir in die Finger und ich zwinge Dich, hier Sachen zu essen, dann drück ich Dir die Kippe auf dem nackten Hintern aus und abschließend fackel ich Dein Auto ab.
Nur zur Information.

Meine Güte.