Schon dämmernd, da draußen, wenn man am Nachmittag mit dem Auto fährt. Der Rückweg von der Bücherei und dem Einkaufen. Ganz allein im Wagen.
Und dann fällt mir ein, dass die Zeiten, in denen ich nie allein war, gar nicht sehr lange her sind. Die Zeiten, in denen ich nicht allein im Auto saß, in denen ich nicht allein auf der Couch saß, ein Buch in der Hand, in denen ich nicht allein auf dem Klo saß.
Die Zeiten, in denen es um mich herum wuselte. In denen es keinen stillen Augenblick gab.
Im Radio läuft

und ich werde geflutet von einem Gefühl der Liebe und Zärtlichkeit für diese kleinen Teufel, die mich über Jahre im Auto begleiteten. Schon bei den ersten zwei Sekunden dieses Liedes fingen sie an zu kichern, jedesmal, wenn er lief, dieser Song. Und spätestens beim Refrain hingen drei sich wild hin und her werfende kleine Wichte laut lachend und singend in ihren Kindersitzen und ließen ihrer Freude freien Lauf.

Und die Lebensfreude spülten sie über die Sitze nach vorn zu mir und ich konnte diese Kinder mit jedem Millimeter meines Herzens spüren.

Klappt heute immer noch, obwohl sie nicht im Auto sitzen, obwohl ich allein fahre, obwohl es schon dunkel wird. Ich kann sie immer noch fühlen, sie sitzen auf der Rückbank und lösen sich in bunt-blubberndem Gelächter auf, fliegen um mich herum und ich lache.