Der fliegende Emil und seine Braut Lieselotte bauten sich, nachdem sie zueinander fanden, ein Haus in die Westerwälder Prairie. In der Nähe des Silbersees und des Köppels wurde eine große Heimstatt gegründet, als hätten sie geahnt, dass sie zehnfache Großeltern werden würden.

Wie sehr bin ich doch mit diesem Haus verbunden, nach wie vor. Obwohl es verkauft wurde, als ich fünfzehn Jahre alt war. Ich berichtete schon im letzten Adventskalender von dem Haus. Und erwähnte es hier und da.
Es ist das Haus, in dem ich vermutlich nach meinem Tod ein bisschen umgehen werde. Wobei ich mich nicht mehr auskennen würde, denn es hat viele Umbauten und Anbauten erlebt und ist nicht mehr das Haus, das es einmal war. Vor drei Jahren bin ich das letzte Mal dort vorbeigefahren. Ich parkte mein Auto, stieg aus und stellte mich davor, schaute es mir an, erkannte nichts und fuhr wieder.

Als ich zur Welt kam, war Emil schon nicht mehr da und Lieselotte lebte unter dem Dach. Das Fenster der ganz rechten Gaube war die kleine Küche, mittig lag ihr Schlafzimmer und links war ihr Salon. Im Salon stand ein Sofa mit zwei passenden Sesseln und einem hohen Tisch, ein Vitrinenschrank und der Fernseher.
Ohne Fenster auf der linken Seite war der Speicher, eine wahre Fundgrube. Koffer, Kisten, Bettgestelle. Zugig, dämmrig und ein bisschen unheimlich.

Irgendwo gibt es ein Foto, auf dem ist der Bau des Hauses zu Beginn festgehalten. Ich finde es nicht.