Die Welt, ein steter Quell der Freude. Und weil das so ist, bin ich so gut gelaunt, dass ich einfach nicht dazu komme, etwas zu schreiben.
Weder hier noch sonst wo. Nicht mal eigene kleine Gedichte fallen mir noch ein, bei dermaßen viel Spaß an der Freud.

Nein. In der Wirklichkeit bin ich gar nicht gut gelaunt.
Ständig hat irgendwer irgendwas, gesundheitlich. Der eine tourt durch die Welt der Krebserkrankungen, der nächste bekommt vier Zähne auf einmal ersatzlos gezogen, wahlweise wird demnächst einer gezogen und danach durch Kunststoff oder was auch immer ersetzt.
Körperliche Störungen hier und da und dort. Auch ein paar Stürze gab es. Jeder darf mal in die Beschwerdenkiste greifen.

Und die Nachrichten, meine Güte, diese Nachrichten. Ich werde noch wahnsinnig über die Welt.

Ich sitze also mitunter in der Nacht hochkant im Bett und wundere mich über meine Herzfrequenz und den Magen und das Remmidemmi zwischen den Ohren und am nächsten Tag über das Unvermögen, die Konzentration auf was auch immer für fünf Minuten zu halten. 

Somit bin ich komplett unspaßig. Weshalb mir das Gefühl im Nacken sitzt:

Ohne Witz und Esprit habe ich nichts zu sagen.
Hier nicht.