Man kann der Hälfte der Weltbevölkerung was abschneiden

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Lasst uns doch einfach mal die weibliche Sexualität verringern, denkt er sich, der Mufti von Dagestan. Und bekommt weniger als fünfzig Worte in der Tageszeitung.
Zwar hat er damit nahezu die Hälfte der Weltbevölkerung bedroht, aber was soll es denn. Da braucht es nicht viele Worte.

Die Beschneidung der Frau, treffender als Genitalverstümmelung bezeichnet, ist ein Verbrechen an Frauen. Und der Mufti legt seine Ansicht über Frauen mit seiner Forderung dar. Die Verringerung der weiblichen Sexualität ist sein Ziel.
Da stellt sich mir die Frage, warum er sexuell verringerte Frauen haben möchte.
Ist eine Frau, die durch unversehrte Genitalien beim Sex Spaß haben kann, als Bedrohung anzusehen? Soll beim Sex nur einer Spaß haben?
Oder hat jemand, der solch eine absurde Forderung stellt, mehr Spaß am Sex, wenn er dabei jemanden quälen kann, weil dem Sexualpartner, in diesem Fall der Frau, der Geschlechtsakt Schmerz und Retraumatisierung bereitet?

Ich glaube, ich kenne keinen einzigen Mann, der darauf steht, wenn sich die weibliche Sexualität verringert. Bei Abenden im Kreise trauter Freundinnen ist eher vom Gegenteil zu hören, dass Männer sich eine deutliche Erhöhung der Sexualität wünschen. Aber was ein Mann mit einer Vorliebe für genitalverstümmelte Frauen ist, dem ist ja auch sicher das eigene sexuelle Bedürfnis der Frau egal, darüber setzt er sich hinweg. Und wenn es Schmerz bereitet, keinen Spaß macht, eine Qual ist, dann ist das eben so. Für die Frau. Dem Mufti ist das egal. Seinen Spaß hat er ja. Vermutlich.

Wenn sich nun eine Frau hinstellen würde, eine Rechtsgelehrte und fordern würde, allen Männern solle der Penis entfernt werden, was würde ein Großteil der Männer für ein Reaktionsspektrum zeigen? Und welche Resonanz würde es hervorrufen?
Man kann Vermutungen anstellen.

Ich bin jedenfalls immer wieder erstaunt, was es für Blüten treibt, dieses
„Lasst-uns-Frauen-das-Leben-versauen“-Ding.
Und wie klein die Berichterstattung dazu sein kann.

(Alle Beschimpfungen und Zornesausbrüche habe ich mit mir ausgemacht)

Nachts auf einem Parkplatz

Es ist später Abend, frühe Nacht auf einem Parkplatz nahe der Straßenbahn. Ein paar junge Männer gehen zu einem großen, dunkelblauen Wagen. Es ist ein Familienauto, das sieht man. Ein Auto, mit dem Mütter Kinder zur Schule, zum Ballett oder manchmal sonntagsmorgens um sechs zur Arbeit bringen. Schmucklos, funktional, mit viel Platz für riesige Einkauf.

Später Abend und die jungen Männer albern herum, benehmen sich wie kleine Flachlandgorillas, schlagen sich auf ihre unbehaarten Brüste und vergleichen im übertragenen Sinn ihren Hoseninhalt.
Einer der Kerle setzt sich hinter das Lenkrad des Wagens. Er muss das Auto nach Hause bringen. Sein Auftrag lautet: Um Punkt zwölf steht es vor der heimischen Haustür, sonst verwandelt er sich in einen Kürbis. Der Bursche, nicht das Auto. Darum hat es Cinderella ein kleines bisschen eilig. Es eilig zu haben passt natürlich nicht gut zu einem Flachlandgorilla, die haben alle Zeit der Welt. Aber ein sportlicher Abgang mit dem Auto, der passt auf jeden Fall zu seinem postpubertären Status.

Reingesetzt, noch einmal zu den anderen Gorillas rübergegröhlt, Tür zugeschlagen, die laut piepende Einparkhilfe ausgeschaltet, die lügt doch sowieso mit ihrem hysterischen Gepiepe, da ist doch nichts hinter dem Auto, mit Schwung, Verve und Elan aus der Parklücke herausgeschossen und dann kam es, wie es kommen musste. Man ahnt es schon.
Mit einem hässlichen Knirschen und einem Klirren fährt der junge Mann die Rückseite des Autos irgendwo gegen.
Was war das?, fragt er sich. Und was wird die Mutter sagen?
Seine Kollegen werfen sich auf dem Parkplatz zu Boden, als der Kerl aus dem Auto springt, um es herumrennt und den Schaden begutachtet, den er angerichtet hat. Ach, da war ein Baum? Wirklich? Der war aber vorhin beim Einparken noch nicht da! Wie ist der denn da hingekommen? Der muss doch spontan dort gewachsen sein, der Baum.

Zeitsprung:
Am nächsten Morgen schleicht der Bursche, bevor er auf die Arbeit muss, zu seiner Mutter. Mea culpa, mea maxima culpa murmelt er und hält den Kopf schief. Dann berichtet er von siehe oben.
Die Mutter denkt sich ihren Teil.
Niemand ist verletzt. Außer dem Auto. Das hat eine Blechquetschung, die auf erhöhte Schrittgeschwindigkeit beim Rückwärtsfahren schließen lässt. Und dummerweise ein zerstörtes Rücklicht.
Im Schlafanzug steht die Mutter vor ihrem Auto, denkt an damals, als sie beim Rückwärtsfahren der Einparkhilfe nicht glaubte und gegen das flache, sportliche Auto ihres Herrn Vater fuhr, was sie diesem nie gestand, weil ja auch nichts passiert ist, damals.
Und an Jungs, die sich gegenseitig zum Blödsein anstacheln, weil sie auch mit über achtzehn immer noch hormonverwirrt durch das Leben stolpern.
Der große Bruder, von dem Aufruhr erwacht, kommt herunter, beschaut sich den Schaden, hört sich die Geschichte an und bricht, wie es sich mit zwanzig gehört, vor Lachen zusammen.
Die Mutter schimpft ein bisschen herum. Der Unfallverursacher regt sich ein bisschen auf, dass sein erstes Gehalt für die Reparatur eines Rücklichts draufgehen wird,
Aber ach, was solls.
Der Opa väterlicherseits kommt heute ins Hospiz.
Kein Grund zur Aufregung, das alles.

(Ich plane, das Ordnungsamt zu kontaktieren. Die müssen etwas gegen die marodieren Bäume auf dem Park-and-ride-Parkplatz unternehmen. Geht doch nicht, dass Bäume des Nächtens wehrlose Autos anfallen! Empörend.)

Abtauchen

Ich bin in meinen Gedanken.

Ich fühle, wie es war, auf dem Boden mit dem Kopf auf einem kackbraunen Sessel-Cord-Kissen zu liegen, die Füße zwischen heiße Heizungsrippen geschoben, ein Buch vor der Nase. Drumherum völlige Stille. Die kleine Schwester außer Haus, der Vater auf der Arbeit, die Mutter auf der Couch, den Kopf hinter dem eigenen Buch versteckt.
Ein Moment der Ruhe. Und darin verschwunden zu sein. In Mittelerde, Phantasien oder in einem englischen Internat. Manchmal auch gemeinsam mit den Rittern auf der Suche nach dem Gral zu sein. Oder den Burschen zu begleiten, der versucht ein Schwert aus einem Stein zu ziehen. Und natürlich die Welt zu retten. Vielfach. Ob nun mit dem Stählernen, der Unterhöschen über der Strumpfbuxe trägt oder mit dem Fledermausmann, der ein reicher Playboy sein soll.

Ich sehe den kleinen Flummi, den ich vom Balkon im ersten Stock warf, weil ich wissen wollte, ob er so hoch auch wieder zurückspringen kann. Und die Möbel des Puppenhauses im Sturzflug, bei der Überprüfung von Schwerkraft, Ursache und Wirkung.

Ich wandere durch das alte Haus meiner Großeltern. Ein Ort, der in meiner Seele wohnt. Ein Ort von tausend Erinnerungen.
Jeder Raum ist angefüllt mit Geschichten. Im ersten Raum rechts, früher das Wartezimmer, als Urgroßvater Emil seine Praxis unterhielt, dann als Spielzimmer genutzt. Dort fanden Geburtstagsfeiern meines Onkels statt, der nur zehn Monate älter als ich, zwei Monate nach mir feierte.
Als wir nicht mehr Verstecken im Dunkeln spielten, kein Topfschlagen und kein Hänschen mehr piepte, da wurde die Heißmangel in das Zimmer gestellt und nun roch es immer nach gemangelter Wäsche. Meine Großmutter saß auf einem Stuhl, schob Wäschestück für Wäschestück durch die Mangel, die Laken und Bezüge mit leisem Zischen einzog und auf der anderen Seite glatt und fest wieder heraus schickte.
Ich durfte niemals auch nur ein Geschirrhandtuch zwischen die dicken Rollen stecken, meine Großmutter fürchtete sich zu sehr davor, dass Finger oder gar das ganze Kind hineingeraten könnte.

Gedanken an Flugzeuge, früher mochte ich das Fliegen. Als Kind war ich begeistert. Einsteigen in dieses wunderliche Gefährt mit Flügeln und nach einigen Stunden wieder aussteigen und in einer vollkommen anderen Welt sein.
Anderes Licht, andere Luft, andere Gerüche, Palmen am Weg und flirrende Hitze.

Zurück in Zeiten, die lange vergangen sind.
Meine Schwester, noch klein, die schon mit einem Jahr dank meines leidenschaftlichen Einsatzes anderen Menschen einen Vogel zeigen konnte.
Mein Leben, noch wenig gelebt, und doch voll von Erlebnissen. Guten und schlechten.

Blicke in mein Bücherregel. Soviele Bücher habe ich weggegeben. Ich werde sie nicht mehr lesen. Nur wenige müssen bleiben. Als ich anfing zu arbeiten, wenig Geld hatte, als Köchin in der Ausbildung gab es nicht viel und ich lebte da das erste Mal mit dem Gutfrisierten zusammen, ging ich jeden Monatsanfang in das Buchgeschäft drei Häuser weiter und kaufte mir ein Buch. Manchmal auch zwei. Lieber Leitungswasser trinken als nichts zu lesen haben.

So wandere ich durch meine Erinnerungen, durch meine Gedanken, lasse mich treiben und mache Bögen um die Dinge, die mich verletzen, die mich schmerzen. Fliehe vor dem Jetzt.
Tauche in dem, was war, um nicht zu sehen, was ist.

Der Nächste.

Ich wollte BHs ausprobieren. Mir die BHs im Internet anschauen, bestellen, anprobieren, den schönsten aller BHs finden und mir gleich fünf Stück davon kaufen.
Ich wollte im Garten sitzen, mir die Sonne auf den Kopf scheinen lassen und ein Buch lesen. Oder zwei. Ich wollte im Badezimmer den Putz von der Wand klopfen, neuen Putz darüber legen und mit Kalkfarbe streichen, um den Schimmel zu vertreiben.
Ich wollte mit offenen Augen durch den Wald gehen und sehen, wie das Grün immer dunkler wird, der Farn erste gelbe Stellen bekommt und man morgens schon den Herbst riechen kann.
Ich wollte ein bisschen Ruhe in mir spüren.
Mich mit meinem Parfum einduften und den ganzen Tag immer wieder an meinem Handgelenk riechen.
Ich wollte die Wunde meiner Trauer von einem dünnen Schorf bedeckt sehen und nur noch zweimal in der Woche die Verzweiflung spüren. Ich wollte nicht mehr jeden Tag diesen Moment erleben, wo mir die Luft vor meinem Mund weggerissen wird und ich keinen Ton mehr herausbekomme. Diese Augenblicke, in denen die Welt sich in irrsinniger Geschwindigkeit um mich herum dreht, jeder Ton durch mein Ohr direkt in mein Gehirn trifft und dort schmerzt.

Und nun?
Gehe ich in den Wald, bin eine halbe Stunde später wieder vor der Haustür und weiß nicht, wo ich lang gegangen bin, was ich gesehen habe, wem ich begegnet bin.
Koche ich ein Abendessen und weiß nicht, wie es schmeckt. Höre ich keine Musik mehr, weil ich sofort weine.
Schneide mir in den Daumen, mit der Schere, als ich versuche, mir ein Pflaster für meinen Fuß abzuschneiden. Reibe mir an der Muskatnussreibe die Fingerkuppe weg. Drücke mir beim Schneiden einer Mango das Messer in den Daumen und brauche wieder ein Pflaster. Stoße mir den Kopf am Fenster im Badezimmer. Stolpere über Stufen, knicke um, lasse alles fallen.
Und weine. Weine und weine, weil ich mich schneide, obwohl es so unwichtig ist, dass ich ständig Pflaster brauche.

Der Nächste, der sich auf den Weg macht. Der Nächste, der diese letzte Reise antritt. Ich bin noch nicht so weit, es ein weiteres Mal zu stemmen. Ich kann nur da stehen und denken: Nein. Nein. Nein.
Nicht schon wieder.
Und wie lange wird es dauern? Wie wird es werden? Es wird schon wieder ein Tod sein, der nicht sanft sein wird. Nicht gnädig. Wieder ein Krebs, dieses Mal in der Lunge. Schon jetzt ist kaum noch Atem.
Ein weiterer Vater, der geht. Der Vater des Gutfrisierten.

Ich kann nicht sagen, dass ich ihn sehr liebe. Er ist ein eigener Mensch. Aber er tut mir unendlich leid. Wieder ein alter Mann, der in einem Bett liegt, begreift, dass sein Ende kommt und weint.
Der allein ist, einsam vielleicht. Und weint, weil ich seine Hand halte und sein Gesicht streichle, was schon seit Jahren niemand mehr getan hat.

Und neben ihm steht die Erinnerung an die Monate, die hinter uns liegen. Sehe ich meinen Vater sterben. Der Schorf ist weggerieben und die Trauer liegt vor mir ausgebreitet. Der Tod beugt sich in unser Leben. Sachlich. Ohne Gefühl. Und alles, was ich tun kann, ist ihm mit Tränen zu begegnen.
Und der Angst. Denn er ist unabänderlich und lässt sich nicht in seine Karten schauen.

 

Manchmal braucht man Hilfe

Jeder braucht einmal Hilfe.
Manche gehen jahrelang zur Therapie, um zu erkennen, dass sie Hilfe brauchen. Und dass sie Hilfe einfordern dürfen. Andere wollen Hilfe um jeden Preis oder können einfach nicht um Hilfe fragen oder bitten. Und es gibt auch solche, denen nicht zu helfen ist.

Ich brauche auf jeden Fall Hilfe. Und ich bin mir nicht zu fein, danach zu fragen. Oder sogar darum zu bitten. Und das tue ich nun. Bitte, seid so nett und helft mir. Bei meiner Suche.
Vor einigen Tagen hat mein BH seine allerletzte Wäsche gehabt. Er kam aus der Waschmaschine und seine Häkchen waren weg. Und an der Seite war er gerissen. Das erfüllte mich mit großer Traurigkeit. Als genügsamer Mensch habe ich nämlich zwei BHs. Hatte. Jetzt habe ich einen. Und der pfeift aus dem letzten Faden.
Weil dem so ist, ging ich in eine Shoppingmall, in das benachbarte Einkaufszentrum (Ich gehe in Einkaufszentren. Ich fahre ja auch Auto. Und ich überquere Straßen. Und ich habe nicht einmal Angst im Einkaufszentrum.). Dort suchte ich die üblichen Verdächtigen auf und dachte, diesmal würde es vielleicht gehen, mit dem Erwerb eines BHs, dieses eine Mal würde ich einen finden.
Meine Ansprüche sind nicht überkandidelt. Ich möchte keine Spitze, keinen Strass und keinen Klimbim am BH. Ich möchte einen BH, den ich anziehe, der kaum zu spüren ist aber die abgenudelten Möpse die Brust einigermaßen in Form hält. Gut wäre es, wenn die Brustwarzen sich nicht durchdrücken würden wie bei einer Pornoqueen die Körchen recht stabil wären und es keine Metallstreben keine Bügel gäbe. Von Bügeln und Metall am BH bekomme ich Rippenprellungen. Das habe ich schon probiert.
Ich möchte also etwas mit Komfort und ohne Schnickschnack. Und farblich dezent. Und die Träger sollten bitte etwas weicher sein, Träger, die sich anfühlen wie Geschenkband, schneiden in meinen Schulterspeck, das macht mich in kürzester Zeit sehr unleidlich.

Nach gefühlt zweiundsiebzig Anproben war ich am Ende mit den Nerven.
Nichts. Nichts passte, nichts fühlte sich gut an und ich fühlte mich danach auch nicht mehr gut an. Eher fühlte ich mich wie das dreibusige Frollein aus Total Recall  unzureichend in meinen Körperformen.
Die Träger schnitten und kratzten, die Körpchen quetschten und pressten, die Bügel prellten und quälten. Und als wäre das alles nichts, sah ich aus wie eine…, egal, jedenfalls nicht gut sah ich aus. Nicht gut. In den verschiedensten Farben und Designs.
Mein Herz wurde schwerer und schwerer, ich hatte das Gefühl, die schlimmste Brust aller Zeiten mein Eigen nennen zu müssen. Die Unverpackbaren, ging es mir als Arbeitstitel der BH-Suche durch den Kopf.
Hätte ich mich noch ein einziges weiteres Mal in einen BH hineinzwängen müssen, ich wäre auf der Stelle zusammengebrochen und ein Fall für eine intensive therapeutische Begleitungsmaßnahme geworden. Inklusive chemischer Unterstützung.

Auf dem Weg nach Hause überkamen mich alte, totgeglaubte Forderungen der Frauen dieser Welt aber nicht dieser Zeit. Damals. Als ich Kind war. Da nahmen die Frauen ihre BHs und warfen sie in Tonnen. In Tüten. Auf den Müll. Es soll sogar der eine odere andere BH gebrannt haben. Aber das entspricht wohl nicht ganz der Wahrheit und wurde damals von männlichen Reportern dazuerfunden, um es spektakulärer zu machen. Ich war ein kleines Kind. Sehr klein. Und viel zu klein, es wirklich noch zu erinnern. Möglicherweise war ich noch nicht einmal auf der Welt. Aber man hat es ja gehört. Da waren BHs das Zeichen von Unterdrückung. Und deren Abschaffung beziehungsweise die Weigerung, einen zu tragen, ein Zeichen der Emanzipation.

Und jetzt? Jetzt tragen dreizehnjährige, flachbrüstige Mädchen schon BHs. Es gibt BHs in der Kinderabteilung. Und Frauen, die nicht mehr in die Kategorie interessant weil fortpfanzungsfähig fallen, die sollen irgendwelche …
Ach, komm. Hör doch auf.
Ich muss mich beruhigen.

Also, noch einmal. Mit Ruhe.

Ich brauchen einen bequemen BH. Wo kriege ich den her?
Hat hier jemand freundlicherweise einen Tipp für mich? Für die Hilfe auf der Suche wäre ich dankbar.
Bequem. Oberstes Gebot. Sexy ist absolut unnötig.

Let`s have a party

Ein Wochenende liegt hinter mir. Wieviele jetzt noch übrig sind, das kann mir niemand sagen. Aber dieses habe ich auf jeden Fall geschafft.
Und es war ein volles Wochenende. Voll mit Menschen. Ich habe so viele Menschen um mich herum gehabt. Man kann wohl sagen, wie schön. Das lenkt ab. Da bleibt nicht viel Zeit um zu denken.
Aber bei im Schnitt sieben Personen in einem Haus mit fünf Zimmern, knapp über neunzig  Quadratmetern (andere Menschen haben allein in ihrem Wohnzimmer mehr Platz als wir im ganzen Haus), hält sich der Wieschönfaktor in überschaubaren Grenzen.
Person Nummer acht und neun blieben erfreulicher Weise nur kurz. Als sie da waren, habe ich Auster gespielt. Schale zu, auf dem Sessel hocken und mit leerem Blick ins Nichts starren. Damit kann man noch jede Unterhaltung sabotieren.

Platz ist in der kleinsten Hütte, das ist wahr. Aber nicht im kleinsten Bad. Und bekanntlich ist das Bad ein großer Schwachpunkt in unserer Wohn- und Lebenssituation. Für den Fall, dass ich es noch nicht erwähnte, es gibt ein Badezimmer im Haus. Dieses Badezimmer hat exakt, und ich übertreibe nicht und untertreibe auch nicht, zwei Komma fünf Quadratmeter. Man kann auf dem Klo sitzen, die Hände am Waschbecken ausruhen und gleichzeitig die Füße in der Dusche kühl abspülen. Wobei die Dusche ein Sondermaß hat. Siebzig mal siebzig, vorne abgerundet. Und aus der Ecke der Gaube mussten wir ein Stück heraussägen, damit die Tür der Duschkabine überhaupt zu öffnen war.
(An dieser Stelle wollte ich Bildmaterial einsetzen, aber das Handy mit der Kamera hat sich verabschiedet und die echte Kamera weiß wieder nicht, wo ihr Ladekabel ist und außerdem ist das Badezimmer noch keiner Reinigung anheim gefallen, wäre also nicht vorzeigbar.)
Im Grunde bin ich sehr glücklich mit diesem Bad. Es lässt sich zügig putzen, schon wegen seiner Kleine. Es sieht niedlich aus, in seinem Schweinchenrosalook (damals, bei der Kernsanierung, sagte ein lieber Freund, er habe Vorhautassoziationen, die ich aber entschieden zurückwies und ihn des sexualisierten Denkens bezichtigte).
Es ist für mich, mit seinem halbdunklen Beleuchtungskonzept, mitunter wunderbar; ich sehe meine Falten nicht und finde mich immer sehr nett im Spiegel. Andererseits sehe ich die langen. dunklen Haaren am Kinn nicht und bin auf freundliche Hinweise angewiesen.

Es ist jedenfalls der zweitkleinste Raum im Haus. Kleiner ist nur das kleine Klo mit seinen null Komma acht Quadratmetern. Große Menschen zertrümmern sich dort die Kniescheiben beim Schließen der Tür.
Lustigerweise scheint es aber in diesem Badezimmer eine echte Partyszene zu geben.
Mir scheint, dort wird gefeiert, dass die Schwarte kracht. Es werden Klopapierhäppchen gereicht (und gerne genommen, wie der hohe Verbrauch der Papierrollen zeigt), es gibt für jeden Freishampoo und Spülung und zu später Stunde, als Absacker sozusagen, noch den ein oder anderen Liter Duschgel.
Wenn dann alle voll sind, werden noch ein paar Handtücher umeinander geworfen, wie sich das gehört für eine wilde Party. Und der Müll stehen gelassen. Vielleicht gibt es auch Raufereien, bei denen sich die Gäste gegenseitig die Haare ausreißen und in den Abfluss stecken. Genau weiß ich das nicht, ich war noch nie auf einer dieser Partys eingeladen. Ich darf hinterher nur immer sehen, wie es ausschaut. Nach der Party. Wenn ich eine kleine, eigene Privatparty feiern möchte. Unter der Dusche. Und dummerweise nicht vorher durchgecheckt habe, wie der Füllstand der Flaschen an der Bar aussieht. Dann steht man schön nass unter dem fließenden Wasserstrahl und drückt auf eine Shampooflasche. Und außer einem kleinen Furzgeräusch kommt nichts. Beim Duschgel sieht es nicht besser aus. Und die Spülung möchte ich gar nicht zur Sprache bringen.

Ich hatte mir schon kleine Depots angelegt, heimliche Verstecke, wie ein Alkoholiker. Aber die werden immer gefunden. Einziger Vorteil dabei ist, dass ich schon bevor ich unter dem Wasser stehe bemerke, dass die Waschutensilien ausgesoffen sind, wenn ich mir das Waschzeug aus dem Versteck hole.
Es ist ein Kreuz mit diesen Partypeople.

Heute steht somit auf dem Plan:

In den Drogeriemarkt meines Vertrauens fahren, Nachschub besorgen, diesen gut verstecken (auch die Damenhygieneartikel, es scheint, auch damit wird Schindluder getrieben), ein wenig für die allgemeine Reinlichkeit sorgen und zum krönenden Abschluss das U des Abflusses abschrauben und die Seifenhaarkeimbakterienekelpekelschweinerei herauspulen.

Dann ein Erschöpfungsschlaf.

 

Ein Stuhl geht seinen Weg

Ich habe einen Stuhl gefunden.
Auf dem Weg vom Büro zum Auto, in einem Stadtviertel, in dem ich bei Dunkelheit nicht so entspannt herumschlendern würde, stand auf dem Bürgersteig ein Sperrmüllberg. Und mitten drin der Stuhl. Ganz einfach, aus Holz, ein alter Küchenstühl. Und bekleckert war er, mit weißer Farbe und rotem Lack. Auf den ersten Blick ein ziemlich olles Holzstück, ohne Charme und Anmut. Aber dann stellte ich ihn mir farbig in meiner Küche vor und schon hatte er sich an mein Handgelenk gehängt und ließ sich von mir zum Kofferraum schleifen.
Zuhause stellte ich ihn erst einmal vor die Tür. In der prallen Sonne verbrachte er den Nachmittag. Als ich mich mit allen innerhäusigen Tätigkeiten abgeplagt hatte, fiel er mir wieder ein und mit einem Lappen und Wasser rückte ich ihm auf die Pelle.
Da ein bisschen wischen und dort ein bisschen knibbeln, Farbe und Lack gingen gut ab. In meinen Gedanken befasste ich mich mit der Planung des Schleifens und Lackierens. Welche Farbe braucht dieser Stuhl?
Blau, sagte der Fürst. Gelb, sagte Killerdog. Was auch sonst. Immer diese Fußballmannschaftenfarbfixierung.

Dann kam der Gutfrisierte nach Hause, beschaute sich den Stuhl und war zumindest nicht abgeneigt.
„Welche Farbe? Gelb? Grün? Dunkelrot?“, fragte ich.
„Hmmm, gelb haben wir schon. Grün auch. Aber dunkelrot? Ich weiß ja nicht…“
„Dann eben rosa.“
„Okay.“
„Echt?“
„Ja. Streich ihn rosa.“
„Ja. Gut. Aber heute nicht mehr.“
„Nicht?“
„Nein. Ich habe keinen Lack in Rosa. Kannst du ihn in den Keller tragen?“
„Wozu das denn? Der soll doch wieder hoch. Wenn er erst unten ist, dann bleibt er nachher noch da unten.“
„Ach, Quatsch! Hier steht der doch nur im Weg rum. Der muss runter.“
„Ich stell ihn ins Stübchen.“
„HÄÄÄ?! Kannst du machen, aber nur in dein Stübchenzimmer.“
„Nö. Ich trage den keine Treppe.“
„Aber der soll nicht in mein Stübchenzimmer. Immer wird alles in mein Stübchenzimmer geworfen. Ich möchte das nicht. Das ist total blöd.“
„Also, wenn du jetzt dauernd im Stübchen wärst, dann könnte ich das ja verstehen, aber so ist das doch Unsinn.“
„Nein. Ist es nicht. Ich gehe da zwar nicht dauernd rein, aber ich will dauernd reingehen können, ohne dass alle ihr Gerümpel da abladen. Das ist mein Stübchen, meins. Der kommt da nicht hin.“
„Ich trage den keine Treppe rauf oder runter.“
„NICHT IN MEIN STÜBCHEN, VERDAMMICH.“
„Was ist denn los mit dir? Jetzt stell dich nicht so an…“
„Was los ist mit mir? WAS LOS IST? MIT MIR? Ich hab Wechseljahre. Da wird man eigen. Ich bin im Klimakterium mein Lieber. Das ist kein Vergnügen.“
„Ja. Merkt man.“
„Ach was…!“

Der Stuhl steht im Fahrradschuppen, ich habe ihn selbst da reingestellt.

„Komm ich jetzt noch richtig an mein Fahrrad?“
„Nein. Ich habe den Stuhl auf den Gepäckträger von deinem Fahrrad gefesselt.“
„…?“
„Scherz.“

Was habe ich am heutigen Nachmittag gelernt?
Es geht mir besser, wenn ich sage, dass ich Klimakterium habe.
Das macht dem Gutfrisierten Angst.

Am Esstisch

Gestern saßen wir am Küchentisch.
Der Tisch, den wir vor über achtzehn Jahren kauften. Einen Tisch zum Ausziehen, damit auch alle Platz haben an Geburtstagen. Direkt an seinem zweiten Tag in unserer Mitte bekam er die ersten Macken. Der Fürst übte rhythmisches Klopfen mit einem Hubschrauber-Rotor-Blatt. Jeder Klopf eine Macke. Und es hat etwas gedauert, bis ich merkte, das sein herrliches Rhythmusgefühl mit der Unversehrtheit der Tischplatte nicht in Einklang stand.
Heute sind viele Macken mehr zu sehen. Und Kratzer. Auch Schnitte von Experten, die Brot ohne Brett schneiden können. Der Tisch hat Geschichte und Patina.
Der Fürst, Killerdog und ich hockten also am Tisch, aßen dies und das, quatschten dummes Zeug und mir schossen, wie so oft in letzter Zeit, die Tränen in die Augen. Es braucht ja nicht viel, heutzutage, um mich zum Heulen zu bringen.

Es war der Gedanke daran, wie klein sie waren. Wie winzig ihre Nasen, wie patschige ihre Hände, wie weich ihre Füße. Wie sie dufteten am Kopf, hinter den Marzipanohren. Wie sie spielten, als sie klein waren. Wie sie aus vollem Herzen, aus ganzer Seele, alles vergessend lachen konnten.
Wie schön es war, mit ihnen. Ihre Freude an diesen winzigen Dingen. Ein gefundenes Schneckenhaus, ein bisschen Fernsehen zu dürfen, gemeinsam spazieren zu gehen.
Eine vorgelesene Geschichte, eine gemeinsam erfundene Geschichte. Glücklich zu sein.

Und war es nicht leicht, sie zu trösten? Ein Kuss, ein Atemhauch, ein Streicheln, ein Festhalten. Ein Blick, der sagte: Ich bin da und ich verstehe dich.
Oder eine kleine Ablenkung.
Schon ging es besser in ihrer Welt. Der Schmerz und die Freude lagen so nah beieinander und wechselten sich schnell ab.

Jetzt sitzen sie am Tisch und ich sehe, dass sie traurig sind. So traurig wie ich. Und alle Küsse und Blicke können die Trauer nicht beseitigen. Sie wissen es und ich weiß es. Das Trösten ist so viel schwerer, heute.

Das guckt sich weg

Heute widme ich einem Frauenthema.
Das ist nichts für schwache Nerven, darum bitte ich diejenigen, die schwache Nerven haben, für den Rest des Textes, der hoffentlich nicht sehr lang werden wird, etwas anderes zu tun. Ein wenig Trivialliteratur zu lesen, Süßigkeiten zu essen oder einen Spaziergang zu machen. Und erst dann wieder weiter zu lesen, wenn ich mit dem Thema durch bin.

Unfassbar, was ein Körper am anderen Ende der Pubertät für Geschütze auffährt. Eben noch, es ist erst vor Kurzem gewesen, hatte sich meine Gebärmutter entschieden, einmal alle achtundzwanzig bis vierunddreißig Tage abzubluten. Beim ersten Mal, dieses herbeigesehnte erste Mal, denn alle anderen Danielas, Sabines, Sandras, Petras und Sonjas hatten schon längst im Schwimmunterricht und Sportunterricht dümmlich grinsend am Rand gesessen, nur ich nicht und ich wollte auch endlich am Rand sitzen, bei diesem ersten Mal war der Schreck groß und direkt danach gab es Bauchschmerzen, Pickel, schwarze Haare auf den Beinen, all diese herrlichen Begleiterscheinungen der Geschlechtsreife.

Und heute, nur zweiunddreißig Jahre später, warte ich genauso ungeduldig darauf, dass meine Gebärmutter sich vom Ende der Zyklen überzeugt. Das macht ungefähr dreihundertfünfzig Zyklen, die bisher abgeleistet wurden.
In Schwangerschaft und Stillzeit war eine gewisse Zeit Ruhe. Das war nett. Außerdem war danach auch die Pickelproblematik, das Schmerzproblem und die Zuckersucht in Schranken gewiesen. Nur das mit den schwarzen Haaren wurde im Laufe der Zeit immer unkontrollierbarer.
Aber jetzt, kurz vor dem ultimativen Ende der Zyklen, da kommt alles zurück. Pickel, Zucker, Bauchweh bis an die Kniescheibe, es ist erschütternd. Dazu noch eine regelmäßige Kopfschmerzattacke. Und was soll ich sagen, und jetzt wird es wirklich heikel, ich müsste herumwanken wie ein Opfer des Nosferatu. Blass und blutleer. Denn der rote Inhalt meiner Gefäße fließt heraus, dass ich damit einen Splatterfilm in meiner Wäsche filmen könnte. Meine, meine Güte, ist das unerquicklich.
Ich möchte das nicht mehr. Dieses Gefühl von warmen Quellen, die aus meinem Unterkörper sprudeln. Ständig muss ich unter die Dusche.
Und Schmerzen. Ich hasse Schmerzen. Blut und Schmerzen. Damals, zum Anfang, da hätte man mir ehrlicherweise eine Blut-Tränen-Schmerzen-Rede halten müssen.
Sowas wie: Halte durch, wenn du dich dem halben Jahrhundert näherst, ist es immer noch total für den Arsch.
Menstruation, das kraftvolle Frau sein. Zeichen der weiblichen Macht. Papperlapp. Macht und Kraft, gar nicht. Mittlerweile fühle ich mich wie ein ausgelutschter Kaugummi, wenn es wieder so weit ist. Drei Tage vorher heulen wie ein Schlosshund, wobei das im Moment eh nicht auffällt, weil ich sowieso dauernd heule, zwei Tage vorher das dringende Bedürfnis haben, jemandem Gewalt anzutun, einen Tag vorher eine komplette Kuh auf den Grill werfen und verspeisen wollen, wahlweise eine fünf Kilo schwere Tafel Schokolade. Als Zwischenmahlzeit. Und dann der Blutsturz.
Das halte ich nicht mehr aus.
Die sich immer mehr ansammelnden Speckmengen, die dicken Füße, die Müdigkeit.

Ich möchte jetzt nicht mehr.
Es reicht. Wenn das noch drei Jahre weitergeht, dann sind das noch sechsunddreißig weitere Male das Vergnügen der machtvollen-Frausein-Sache.
Völlig überflüssig. Ich verweigere ja die weitere Fortpflanzung, da habe ich mehr als genug geleistet. Ich habe das Recht, jetzt aufzuhören. Muss es denn bis zum völligen Verdörren der Eierstöcke weitergehen? Muss auch noch das letzte Ei gelegt werden?
Das ist nicht notwendig.
Darum meditiere ich mir das jetzt weg.
Ich denke einfach so lange: Ich hab nix! bis ich nix mehr hab.

Das ist wie mit dem riesigen Wasserhahn am Spülbecken in der Küche. Als ich das Ding installiert hatte, erschrak ich schrecklich. Die Küche wurde beherrscht vom Wasserhahn.
Das guckt sich weg, wurde das Küchenmotto.
Und so mache ich das jetzt auch.
Ich guck das weg. Ich meditiere es weg. Ich negiere die Existenz des Zyklus.
Dann habe ich auch die Chance, wieder etwas frischeren Teint zu bekommen.

(Und gerade erzählt im Fernsehen jemand etwas über eine Blutspur, die sich durchs Land zieht. Meine, meine Güte… Sowas kann man doch nicht schreiben.)

Muddi pfeift

Gestern hatte Killerdog seinen Auftritt auf den großen Bühnen dieser Welt. Er spielte in einem Theaterstück ein …
Ich weiß nicht recht, was er genau war. Aber er war gut. Ganz silbrig grau, mit ernstem Gesicht, sagte er mit drei anderen, die auch so etwas waren wie er, nur in anderen Farben, ein Gedicht, in den restlichen zweieinhalb Stunden tauchte er auf und ab. Höhepunkt war ein mit der Goldenen getanzter Walzer. Ich war begeistert.
Als er einmal ganz still und ernst und bedrohlich hinter einem Sessel stehen musste, da glitt sein Blick über die erste Reihe des Publikums und er erblickte all seine Lieben. Mutter, Vater, Schwester, Bruder, Freundin des Bruders, Freund, alle da. Und seine Gesichtszüge zuckten. Er kämpfte einen heldenhaften Kampf, nicht loszulachen. Und er gewann diesen Kampf. Es war herrlich.
Beim Schlussapplaus ließ ich es mir nicht nehmen, vor Begeisterung auf den Fingern zu pfeifen. Ich pfeife sehr laut. Extrem laut. Wenn ich mit meiner Freundin im Wald spazieren gehe und der Hund gerät auf Abwege, schimpft sie mit mir, wenn ich das Pfeifen nicht ankündige. Sie möchte Zeit haben, sich die Ohren zuzuhalten, weil ihr sonst wieder die Ohren klingeln. Früher bin ich, wenn das Abendessen fertig war, einfach vor die Tür gegangen und habe gepfiffen. Fünf Minuten später waren die Burschen vom Bolzplatz daheim. So ein Pfeifen also.
Als Killerdog dann von der Bühne kam, schaute er mich an, runzelte die Stirn und sagte: „Ich hab`s gehört. Du hast gepfiffen. Da hab ich gedacht, das is meine Muddi…“
Ja, die Muddi. Und es war ihm nicht peinlich. Er wird erwachsen.

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